Ausstellung zu den historischen Wahlen 1935 und 1955

Ausstellung zu den historischen Wahlen 1935 und 1955

Zweimal im Abstand von 20 Jahren entschieden im 20. Jahrhundert die Saarländer über ihre staatsrechtliche Zukunft. 1935, nach 15-jähriger Völkerbundverwaltung, ging es um die Frage, ob das "Saargebiet" weiterhin unter der Verwaltung durch den Völkerbund verbleiben, an Frankreich oder Deutschland (in dem inzwischen Hitler und der Nationalsozialismus das Sagen hatten) angeschlossen werden solle.1955, nach französischer Besatzungszeit und anschließender autonomer Verwaltung, stimmten die Saarländer über das "Saarstatut" ab, das das Saarland - unter Aufsicht der "Westeuropäischen Union" - zu einem europäischen Territorium zwischen Frankreich und Deutschland machen sollte.

Beide Male, 1955 wegen der Fragestellung nur indirekt, entschieden sich die Saarländer für eine Rückgliederung an Deutschland.

Der Verein für Landeskunde im Saarland (VLS) hat im Rahmen der von der Staatskanzlei in diesem Jahr stattfindenden Jubiläumsfeierlichkeiten zu diesem Thema zu beiden historischen Fixpunkten eine Ausstellung erarbeitet. Ein Vortrag mit dem Titel "1955 - für oder gegen das Saarstatut", mit den Referenten Bernhard Planz und Guido Jung findet am Mittwoch, 7. Oktober, 18 Uhr, im ehemaligen Bergwerk Reden statt.

Die Ausstellung, die im Verlesesaal des ehemaligen Bergwerks Reden im Schiffweiler Ortsteil Landsweiler-Reden gezeigt wird, ist noch bis 9. Oktober täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Info: Friedrich Denne, Tel. (0 68 21) 96 21 56.

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