Amerikanische Geschichte spannend verpackt

Amerikanische Geschichte spannend verpackt

„Die Küste der Freiheit“ ist zur Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zwischen 1777 und 1783 angesiedelt. Maria W. Peter beschreibt darin die Geschichte der Deutschen Anna, die die sich als Schuldmagd verkauft, um ihrem Mann Lorenz, einem Leihsoldaten, nach Amerika zu folgen.

. Zur Lesung ihres neuen Buches "Die Küste der Freiheit" konnte die saarländische Autorin Maria W. Peter am Sonntagmittag viele Gäste im Saal des Rosenhotels Scherer in Schiffweiler begrüßen. Anders als in ihren vorhergehenden historischen Romanen, die in der Römerzeit spielten, hat sich die studierte Anglistin und Amerikanistin mit der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika befasst.

Die Geschichte ist in der Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zwischen 1777 und 1783 angesiedelt und befasst sich mit der deutschen Mennonitin Anna, die sich als Schuldmagd nach Amerika verkauft, um ihrem Mann Lorenz, der als Leihsoldat in den Krieg geschickt wird, zu folgen.

"Ich hatte schon länger die Idee, einen Roman über Amerika zu schreiben", sagte Maria W. Peter, "über die Jahre hatten sich viele Eindrücke dazu verdichtet". Durch ihr Studium der Anglistik und Amerikanistik und ihren Studien an der School of Journalism in Columbia sammelte sie viele Erkenntnisse über amerikanische Geschichte und Kultur.

Diese verarbeitete sie in ihrem neuen Buch, von dessen Grundidee bis zu seiner Fertigstellung es knapp vier Jahre dauerte. Die Recherchen seien sehr umfangreich und detailliert gewesen, so dass aus den ursprünglich geplanten 500 Seiten schnell über 850 Seiten wurden. "Ich wollte möglichst viele gesellschaftliche Facetten darstellen und nicht nur an der Oberfläche kratzen", begründete Peter. So stellt sie in ihrem Roman die Lebensbedingungen der Menschen während der Amerikanischen Revolution dar, zeigt Spannungen zwischen ethnischen und religiösen Gruppen auf und gibt Einblicke in die Lebenswirklichkeit der damaligen Bevölkerung während des Krieges.

Für ihre Gäste hielt die Autorin aber mehr bereit, als einen reinen Vortrag ausgewählter Textstellen. "Ähnlich wie bei früheren Romanvorstellungen wollte ich eine Lesung mit Eventcharakter veranstalten", erklärte Maria W. Peter. Neben einem zeitgenössischen Menü und der Präsentation thematisch passender Bilder auf einer Leinwand, hielt die Autorin noch weitreichende historische Informationen zu deutschen Auswanderern in den Vereinigten Staaten von Amerika bereit: "Die Besucher sollen die Epoche so authentisch wie möglich erleben."

Um den historischen Hintergrund zu vertiefen und die Einbindung saarländischer und pfälzischer Soldaten in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zu erläutern, wurde Klaus Friedrich vom Deutsch-Amerikanischen Freundeskreis Saar-Pfalz eingeladen. Er erzählte von Leihsoldaten aus dieser Region, die eine entscheidende Rolle im Krieg gespielt hatten. "Das ist spannende wie unbekannte Regionalgeschichte, die in keiner Schule gelehrt wird", stellte er fest.