Adventlich ganz ohne Jingle Bells

Heiligenwald. Heiligenwalds Pastor und Hausherr der katholischen Kirche St. Laurentius, Joachim Schneider, gratulierte nach dem Adventskonzert der Chorvereinigung 1921 dem musikalischen Leiter Lothar Klockner. Er habe an diesem Sonntagnachmittag ein Adventskonzert erlebt, das diesen Namen wahrhaftig verdiene. Ohne die oft schon vor dem 24. Dezember dargebotenen Weihnachtslieder

Heiligenwald. Heiligenwalds Pastor und Hausherr der katholischen Kirche St. Laurentius, Joachim Schneider, gratulierte nach dem Adventskonzert der Chorvereinigung 1921 dem musikalischen Leiter Lothar Klockner. Er habe an diesem Sonntagnachmittag ein Adventskonzert erlebt, das diesen Namen wahrhaftig verdiene. Ohne die oft schon vor dem 24. Dezember dargebotenen Weihnachtslieder.Kockler: "Das war auch mein Anspruch. Advent ist nicht Weihnachten." Tatsächlich gestaltete er ein Konzert, das ohne die in den vorigen Wochen bereits häufig gehörten "Jingle Bells" und ähnliche Kompositionen auskam, kredenzte eine abwechslungsreiche Mischung aus traditioneller und neuzeitlicher Männerchor-Liturgie. Tragende Rollen bei den meisten Vorträgen hatten die Instrumental- und Gesangssolistinnen wie Hannelore Becker und Sabine von Blohn oder Carolyn Soo, Violine. Ebenso Kirchenmusiker Christoph Schach, Orgel, und die Mitglieder des Saarländischen Staatsorchesters, die viele vom 35-köpfigen Männerchor vorgetragenen Stücke begleiteten. A cappella sang das Ensemble Bruckers "Advent" und "Du schöne Zeit" von Robert Pappert, gemeinsam mit Sabine von Blohn "Wenn ich ein Glöcklein wär", was sicherlich bei etlichen der 400 Zuhörer eine Gänsehaut hervorrief. Oder als die beiden Sopranistinnen in exzellenter Abstimmung "Ich harrte des Herrn", Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy, und Humperdincks "Abendsegen" sangen. Und dass Dirigent Lothar Kockler nach ruhigen Passagen mit von Dissonanzen geprägten Melodien, Theo Fischers "Advent" und "Die Saat geht auf", Kontraste und echte Sahnehäubchen setzen wollte, zeichnet den variablen Könner aus. Auch die Einbindung der Zuhörer gelang auf vorzügliche Weise, die zum Mitsingen aufgefordert, schon zu Beginn und am Ende des Konzertes wieder in "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" und schließlich in "Tochter Zion, freue dich, jauchze laut Jerusalem" einstimmten. Lothar Klockner und Horst Roth, der Vorsitzende der Chorvereinigung, waren sich einig: "Wir haben fast ein Jahr lang für dieses Konzert geprobt. Vieles musste, obwohl schon im Repertoire des Chors vorhanden, wegen der Instrumentalbegleitung von der Pike auf neu erarbeitet werden. Und es hat sich ausgezahlt, dass bei allen Gesangstunden unsere Sänger pünktlich zugegen waren. Der stehende Beifall hat ihnen gut getan. Sie hatten ihn voll und ganz verdient." rp