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Saison in der Volleyball-Oberliga abgebrochen

Volleyball-Oberliga : Klar ist nur, dass alles noch unklar ist

Wer steigt auf? Wer steigt ab? Die Saison in der Volleyball-Oberliga ist aufgrund des Corona-Virus abgebrochen worden. Was das für die Mannschaften aus dem Ostsaar-Kreis bedeutet, ist noch nicht in jedem Fall abschließend geklärt.

Die Coronavirus-Ausbreitung hat auch den Volleyballsport in Deutschland lahmgelegt. In einer Pressemitteilung des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) hieß es letzte Woche: „Wir haben beschlossen, den laufenden Spielbetrieb in den Dritten Ligen sowie Regionalligen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus mit sofortiger Wirkung zu beenden.“ Für den Spielbetrieb im Hallen-Volleyball unterhalb der Regionalligen werde eine sofortige Beendigung ebenfalls empfohlen. Kurz darauf ruhte auch in der 1. und 2. Bundesliga der Ball. Und wenig überraschend wurde bei den Landesverbänden reagiert und auch unterhalb der Regionalliga der Spielbetrieb eingestellt.

„Die noch offene Frage ist, wie es nächste Saison weitergeht? Man muss hier eine gerechte Lösung finden. Klar ist: Gesundheit geht vor, und jegliche Entscheidungen treffen sicherlich bei sämtlichen Vereinen auf Verständnis“, sagte Tilmann Knödler, Spieler beim TV Limbach nach Bekanntwerden des Abbruchs. Man frage sich nun bei den Vereinen, ob die aktuellen Tabellen eingefroren und auf diesem Wege die Auf- und Absteiger ermittelt werden, ergänzte Knödler.

In der Oberliga der Frauen waren in dieser Saison aus dem Kreisgebiet der TV Rohrbach und der TV Kirkel am Start. Die Rohrbacherinnen hatten sich zwei Spieltage vor dem ursprünglichen Saisonende als Tabellensechster vorzeitig den Klassenverbleib gesichert. Anders sah es beim Schlusslicht TV Kirkel aus, das nach der jüngsten 0:3-Heimniederlage (22:25, 20:25, 23:25) gegen den Fünften ASV Landau bereits als Absteiger feststand. Die Entscheidung um die Meisterschaft war allerdings noch nicht gefallen. Die proWIN Volleys TV Holz II (39 Punkte) und die SG Neuwied-Andernach (38 Zähler) lieferten sich einen heißen Zweikampf um den Titel. Und wie es der Zufall so wollte, wären beide Mannschaften ausgerechnet zum Saisonfinale an diesem Sonntag in Andernach direkt aufeinander getroffen.

In der Männer-Oberliga hatte dagegen der Ligaprimus TGM Mainz-Gonsenheim II bereits als Meister festgestanden. Einen sicheren Absteiger gab es dagegen noch nicht. Stark abstiegsgefährdet war der aktuelle Tabellenachte TV Wiesbach. Die Limbacher konnten sich zuletzt bis auf Rang vier vorarbeiten und hatten den Ligaverbleib in eigener Hand.

Christoph Dreher kennt sich als Landesspielwart und Staffelleiter der Männer-Oberliga bestens mit Satzungen aus. Allerdings war man im Volleyballsport – genau wie in den anderen Sportarten auch – nicht auf ein vorzeitiges Saisonende aufgrund einer Viruspandemie vorbereitet. „Es werden jetzt sämtliche Lösungswege geprüft, um möglichst allen Vereinen gerecht zu werden. Wir prüfen sämtliche Konstellationen“, sagte Dreher auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung. Welche Lösung von ihm favorisiert wird, dazu wollte sich der Landesspielwart nicht äußern. Schließlich möchte er anstehenden Gesprächen nicht vorausgreifen. Ein Lösungsversuch könnte darin liegen, direkt vor Beginn der nächsten Saison Aufstiegsspiele zu absolvieren. Zunächst einmal muss aber geprüft werden, wer bereits beim Abbruch dieser Runde sicher als Auf- und Absteiger feststand. Und dann muss noch die Frist abgewartet werden, welche sportlich qualifizierten Aufsteiger überhaupt ihr Aufstiegsrecht in Anspruch nehmen. Dementsprechend würde auch die Möglichkeit bestehen, die künftige Ligenstärke zwischen zehn und zwölf Mannschaften anzupassen. Es ist demnach derzeit eigentlich nur klar, dass alles noch unklar ist.