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Roter Rauch aus Müllverbrennungsanlage Neunkirchen beunruhigt Anwohner

Über dem AHKW Neunkirchen : Roter Rauch beunruhigt Anwohner

Betreiber des Abfallheizkraftwerks: Austritt von Eisenoxid bei Wartungsarbeiten.

Wenn über einem Abfallheizkraftwerk roter Rauch aufsteigt, kann man schon mal stutzig werden. Familie Lukitsch aus Neunkirchen wunderte sich jedenfalls, als sie am Sonntagmorgen gegen 9.45 Uhr für etwa zehn Minuten die roten Rauchschwaden über der Anlage Am Blücherflöz bemerkte. Roman Lukitsch schickte unserer Zeitung ein Handyfoto davon und fragte, ob „alles unbedenklich“ sei.

Auf SZ-Anfrage teilte die Betreiberfirma EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH am Dienstagmorgen mit, dass es am Vormittag des 2. Mai tatsächlich zu einem Austritt von Eisenoxid (Rost) gekommen sei, der als roter Rauch am Kamin der Anlage zu sehen gewesen war.

Im AHKW Neunkirchen verwerte das Unternehmen Abfälle auf zwei Rostfeuerungslinien. Eine der beiden Linien sei seit dem 1. Mai, 20 Uhr, abgeschaltet und befinde sich in der sogenannten Revision. Diese routinemäßigen, jährlich stattfindenden Wartungsarbeiten beginnen in der Regel mit einer intensiven Reinigung des Kessels, informierte das Unternehmen. „Dabei haben sich geringe Mengen Rost mit der Dampffahne der in Betrieb befindlichen zweiten Kessellinie vermischt und sind nach außen getragen worden“, berichtet Werkleiter Gerhard Hans. Es habe jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Mensch und Umwelt bestanden, bekräftigt der Werkleiter. Die weiter arbeitende zweite Linie habe sich ausweislich der Betriebsdaten im bestimmungsgemäßen Betrieb befunden und scheide als Quelle aus.