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Ringen
Ringer erkämpfen mit großer Moral den Sieg

Hüttigweiler. Die Bundesligaringer des ASV Hüttigweiler feiern gegen die RG Hausen-Zell einen 15:13-Erfolg. Von Benno Weiskircher

„So sehen Sieger aus“ dröhnte es am Samstagabend aus den Lautsprechern als der 15:13-Erfolg der Bundesligaringer des ASV Hüttigweiler gegen die RG Hausen-Zell feststand. Die Begegnung in der Welschbachhalle war vor 280 Zuschauern eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Für die Gastgeber begann die Rückrunde nach Wunsch. Numan Bayram feierte mit einem überzeugenden 16:0-Sieg über Michael Denner seinen ersten Bundesligaerfolg. Herzlich begrüßt wurde der ukrainische Neuzugang des ASV, Olexandr Koldovskyi, der in der Rückrunde die 130 Kiloklasse besetzen wird. Gegen Rares Daniel Chintoan zeigte er in der ersten Runde seine ganze Klasse und der Ukrainer führte verdient 8:0. Mit zunehmender Kampfdauer kam der ASVler in konditionelle Schwierigkeiten. Am Ende rettete er einen 12:6-Sieg und zwei Teampunkte für die Illtaler.


Mihai Esanu musste unter der Woche auf 61 Kilo „abkochen“. So konnte er gegen den agilen Ivan Guidea nur eine Runde mithalten. In der fünften Minute beendet der Gast den Kampf durch technische Überlegenheit. In einem weiteren Spitzenkampf traf Jan Bialek auf Oliver Hassler, den Vizeweltmeister von 2014. Nach knapper Pausenführung konnte Bialek seinem Gegner nichts mehr entgegensetzen und er unterlag mit 2:12. Im letzten Kampf vor der Pause war der 16-jährige Jan Wolfanger gegen das erfahrene Muskelpaket Virgil Munteanu chancenlos und unterlag mit 0:15. Der 6:11-Halbzeitstand versprach für die ASV-Staffel kaum Hoffnung auf einen Gesamtsieg.

Doch dann zeigten die Einheimischen Moral und feierten vier Siege in Folge. Denis Balaur machte mit Stefan Hauschel kurzen Prozess. Er beendete durch technische Überlegenheit den einseitigen Kampf. Zur Initialzündung wurde der Sieg von Robert Schmitt gegen den favorisierten Vladislav Wagner. Mit perfekten Techniken punktete er sich um vielumjubelten 9:4-Erfolg und brachte damit sein Team wieder in Führung. In einer weiteren Spitzenbegegnung siegte Mihai Bradu in letzter Sekunde mit 7:5 gegen Florian Neumaier. Zur Truppe der jungen ASV-Wilden gehört Mathis Jochum. Gegen Simon Günter rang er im Stil eines alten Hasen. Er siegte verdient mit 5:1. „Mathis hat genau so gerungen wie die Vorgabe war“, lobte Christoph Gall das Auftreten seines Schützlings. Der letzte Kampf war von Mathias Schwarz taktisch geprägt. Die 0:7-Niederlage gegen den starken Szabolcs Laszlo reichte zum Gesamtsieg aus. Für den ASV-Trainer Christoph Gall war es die stärkste Teamleistung der Saison. „Mihai Bradu, Mathis Jochum und Robert Schmitt waren herausragend“, lobte er seine Sieger in den Schlüsselkämpfen. „Mit der stärksten Mannschaft habe ich uns im Vorteil gesehen, ich wollte zwei Punkte, jetzt bin ich enttäuscht“, kommentierte der Hausen-Zeller Trainer Florian Hassler das Endergebnis.