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Rechtsrock-Konzert in Neunkirchen von Behörden untersagt

In einem angemieteten Lokal : Rechtsrock-Konzert in Neunkirchen von Behörden untersagt

In Neunkirchen hat die Polizei am Samstagabend ein Rechtsrock-Konzert unterbunden. Etwa 50 Rechtsextreme waren laut Behörden in einem angemieteten Vereinslokal zusammengekommen.

Darunter sollen sich auch frühere Mitglieder der Neonazi-Vereinigung „Combat 18“ befunden haben, die Anfang dieses Jahres verboten worden war. Das hat das Landespolizeipräsidium am Sonntagmorgen mitgeteilt.

Mit der Ortspolizeibehörde habe man die Konzertveranstaltung wegen eines Verstoßes gegen die geltende Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie untersagt, erklärte die Polizei: „Das Ergebnis darf als Erfolg für die Sicherheitsbehörden gewertet werden.“ Zuvor hatten die Beamten aus dem Saarland einen Tipp aus einem anderen Bundesland erhalten.

Nach Behördenangaben war am Freitagnachmittag eine Veranstaltung kurzfristig online angemeldet, aber durch das Ordnungsamt der Stadt Neunkirchen nicht genehmigt worden. Das schreiben die Corona-Regeln jedoch bei mehr als 20 Personen vor. Die Räume soll der Kleingärtnerverein im Stadtteil Wellesweiler an eine Privatperson vermietet haben – angeblich mit der schriftlichen Zusicherung, eine Anmeldung bei den lokalen Behörden sei erfolgt.