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Radlader sorgt für Unstimmigkeit

Eppelborn. Eine knappe halbe Stunde. Länger dauerte am Donnerstagabend die voraussichtlich letzte Eppelborner Gemeinderatssitzung vor der Kommunalwahl nicht. Sowohl CDU als auch SPD nutzten die Sitzung nicht als Wahlkampfbühne. Im Gegenteil: Nahezu alle Tagesordnungspunkte wurden einstimmig verabschiedet Von SZ-Mitarbeiter Michael Stephan

Eppelborn. Eine knappe halbe Stunde. Länger dauerte am Donnerstagabend die voraussichtlich letzte Eppelborner Gemeinderatssitzung vor der Kommunalwahl nicht. Sowohl CDU als auch SPD nutzten die Sitzung nicht als Wahlkampfbühne. Im Gegenteil: Nahezu alle Tagesordnungspunkte wurden einstimmig verabschiedet. Eine längere Diskussion gab es nur über die Neuanschaffung eines Radladers für den Fuhrpark des Baubetriebshofes. Hier schlug die Gemeindeverwaltung in Übereinstimmung mit der CDU-Fraktion vor, den Auftrag an die Firma Zeppelin in Illingen zu vergeben. Für die SPD machte Fraktionschef Karlheinz Müller allerdings Einwände geltend: "Ich bin erstaunt, dass kein lokaler Anbieter zum Zuge kommt." Zumal der, die Firma Alt aus Bubach, ein nach Auffassung der SPD vergleichbares Angebot abgegeben habe. Die Sozialdemokraten sprachen sich deshalb für die Auftragsvergabe an das Eppelborner Unternehmen aus. Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz und die Christdemokraten sahen im Angebot der Illinger Firma allerdings zumindest kleinere Vorteile und stimmten diesem Vorschlag mit ihrer Mehrheit zu. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Alzbachdurchlass in Dirmingen zu sanieren. "Das ist ein maroder Durchfluss, den wir dringend in Ordnung bringen müssen", betonte Lutz. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf 500 000 Euro belaufen. Bevor diese Arbeiten ausgeführt werden können, muss die Gemeinde allerdings noch die Zustimmung der Grundstückeigentümer einholen. Die entsprechenden Gespräche sollen jetzt geführt werden. Ebenfalls einstimmig verabschiedete das Kommunalparlament einen Nachtrag zur Friedhofssatzung der Gemeinde, in der die Gestaltung von Grabmalen auf dem bepflanzten Urnengrabfeld in Eppelborn reglementiert wird. Danach dürfen stehende Steine und Findlinge in Zukunft nicht höher als 70 Zentimeter und breiter als 40 Zentimeter sein. Stele und Obelisken können bis zu einem Meter in die Höhe ragen, bei einer Breite zwischen 20 und 30 Zentimetern. Liegesteine und Würfel müssen die Maße von bis zu 40 mal 40 Zentimeter einhalten, Kugeln dürfen einen Durchmesser von 40 Zentimetern nicht überschreiten. "Ich bin erstaunt, dass kein lokaler Anbieter zum Zuge kommt."Karlheinz Müller