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Projekt Come2gether der GGS Neunkirchen

Musik und Kunst gehören auch dazu: : Theater macht selbstbewusster

Das Projekt „Come2gether“ der Ganztagsgesamtschule Neunkirchen.

Die GGS Neunkirchen ist eine Gemeinschaftsschule mit großer Heterogenität, unterschiedlichsten Kulturen und verschiedenster sozialer Herkunft der Schüler. Besonders für Jugendliche mit einem Förderbedarf im emotionalen und sozialen Bereich bedeutet dies häufig eine Überforderung oder Überreizung, die sich in auffälligen Verhaltensweisen äußern kann, wie es jetzt in einer Pressemitteilung der Schule heißt. Die Zahl der Kinder mit Konzentrationsproblemen nimmt deutschlandweit zu.

Um dem entgegen zu wirken und alle Schüler an der Pilotschule für Inklusion mitnehmen zu können, arbeiten die Lehrer mit grundlegenden Methoden wie Individualisierung von Unterricht sowie einem ganzheitlichen Zugang zu Bildung durch Musik, Kunst und Theater. Eine passende Erweiterung dieses Angebots stellt das Projekt „Come2gether“ dar, dass im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Neunkirchen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Als Schauspielerin und Leiterin der Schultheaterklassen hat Christine Münster-Domke das Ziel, Menschen anhand theatraler Mittel dabei zu unterstützen, selbstbewusster zu werden, sich und andere besser wahrzunehmen sowie den respektvollen Umgang untereinander zu trainieren. So heißt es in der Pressemitteilung weiter. Zusammen mit der Förderschullehrerin Sabine Porr hat sie theaterpädagogische Übungen erarbeitet, die Möglichkeiten bieten, den eigenen Körper wahrzunehmen, Emotionen zu spüren und die gemachten Erfahrungen im Anschluss zu reflektieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

In Impulskreisen werden Signale und Bewegungsmuster von einem Mitspieler zum anderen weitergegeben zum Aufwärmen und „Aufwachen“. Oder die Schüler imitieren in zwei Gruppen den „Gang“ einer Person der „Gegengruppe“ und diese muss erraten, um wen es sich handelt. Je genauer beobachtet und wahrgenommen wird, desto besser kann die Imitation umgesetzt und aufgelöst werden.

Die Schüler lernen dabei, sich zu fokussieren, ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie ihr Verhalten in der Gruppe zu ändern. Viele Schüler sind abgelenkt durch ihre innere Impulsivität oder durch äußere Reize beziehungsweise Mitschüler. Mangel an Motivation, Selbstwahrnehmung und -steuerung sowie Selbstdisziplin einerseits und schlechtes Selbstwertgefühl, Stress in der Familie oder ineffektive Lernmethoden andererseits können zu Unfähigkeit führen, die eigenen Gedanken und Vorstellungen wahrzunehmen. Beim Theaterspielen werden Energien freigesetzt sowie Ressourcen mobilisiert und es werden Impulse gesetzt zur Weiterentwicklung und damit zur Veränderung von Alltagssituationen, wie die Schule abschließend schreibt.