Warten auf die grüne Welle

Zahlreiche unvorhersehbare Probleme haben an der Baustelle Augasse immer wieder für Verzögerung gesorgt. Jetzt ist das Ende nur noch eine Frage von Wochen.

Mitte bis Ende Dezember wird es voraussichtlich werden, bis die Bauarbeiten an der Ottweiler Augasse abgeschlossen sind und der Verkehr zwischen Illinger Straße und Bundesstraße 41 über die neue Straße rollen kann. Das bestätigte ein Team des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS) jetzt bei einer Ortsbegehung.

Einige wenige Arbeiten sind noch zu erledigen. Abbas Maher von der Bauüberwachung des LfS erklärt: "In der kommenden Woche werden wir mit den Gehwegen im Bereich der Linxweiler Straße/Heerstraße beginnen." Die Ampel an der Einmündung Linxweiler Straße (im Tankstellenbereich) wird abgebaut. Insgesamt sind etwa fünf Wochen veranschlagt. Ein weiterer Bauabschnitt wird sich danach auf den Bereich zwischen Schlossstraße und Esso-Tankstelle konzentrieren. Auch hier stehen die Gehwege auf dem Programm. Außerdem soll ein Teil der Ampelanlage ausgetauscht werden. "Ziel ist es, eine grüne Welle durch die Stadt zu bekommen", erklärt Gunter Kreutz, der Geschäftsbereichsleiter Bau beim LfS. Außerdem werde man eine eigene Zufahrt für den neuen DM-Markt bauen. Sieben Wochen planen die Experten für diesen Abschnitt.

Für die Autofahrer ändert sich an der Verkehrsführung dabei nicht viel. Lediglich die Augasse selbst - derzeit in Einbahnstraßenregelung Richtung Rathaus befahrbar - wird Ende September wieder für den Verkehr gesperrt.

Wenn die Gehwege fertig, die Ampeln aufgebaut sind, stehen nur noch Fahrbahndecke, Markierungsarbeiten und die Endbeschilderung an. Rund 14 Tage soll es dauern.

Die Kosten für das Projekt haben sich nach oben entwickelt. 2,5 Millionen Euro waren ursprünglich geplant. Die Beseitigung von Müllablagerungen und Maßnahmen zur Baugrundverbesserung (wir haben berichtet) hatten bereits für eine Teuerung um 500 000 Euro geführt. Die aktuelle Schätzung liegt jetzt bei 3,3 Millionen Euro, die sich, wie Abbas Maher bestätigt, auf acht Kostenträger aufteilen. Hinzugekommen sind laut Geschäftsbereichsleiter Kreutz unter anderem die Sanierung der Illinger Straße, aber auch die neue Zufahrt für den Drogeriemarkt.

Besonders aufwändig und damit auch teuer war die Baustelle insgesamt aber vor allem durch die Hanglage. Christoph Scherer, ebenfalls Bauaufsicht beim LfS, erklärt: "Hier gibt es 78 Meter Pfahlbohrwand, die teils bis in eine Tiefe von zwölf Metern reicht." Die Betonkappe obendrauf dient den Anwohnern und Bauwerksprüfern des LfS als Gehweg.

Für Sicherheit sorgen auf 15 Zentimeter angehobene Randsteine, eine Mittelinsel im Bereich der Ampelanlage an der Einmündung der Augasse und spezielle Steine im Bodenbelag. Diese signalisieren durch eine strukturiere Oberfläche Blinden, dass sie an einer Fahrbahn angekommen sind, leiten zum Knopf für die Ampel und zeigen die Gehrichtung an.

Mit der Augasse wird die Linxweiler Straße entlastet und verkehrsberuhigt. Die neu entstandenen Böschungsflächen zur Bundesstraße hin werden noch bepflanzt. Gunter Kreutz ist sicher, dass Stadt und Stadtbild "durch die Maßnahme gewinnen werden".