Von Atemtechnik bis Rhythmus

Ottweiler. Zwei Mal im Jahr, in den Oster- und in den Herbstferien, treffen sich junge Blasmusiker zu einem Lehrgang in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler. Kenntnisse und Grundlagen werden dabei erweitert und vertieft sowie kommende Prüfungen in den unterschiedlichen Leistungsstufen vorbereitet

Ottweiler. Zwei Mal im Jahr, in den Oster- und in den Herbstferien, treffen sich junge Blasmusiker zu einem Lehrgang in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler. Kenntnisse und Grundlagen werden dabei erweitert und vertieft sowie kommende Prüfungen in den unterschiedlichen Leistungsstufen vorbereitet. Höhepunkt eines jeden Jungbläserlehrgangs ist stets das Abschlussspiel, mit dem der einwöchige Aufenthalt beendet wird. Und so fanden sich auch am Freitagnachmittag zahlreiche Eltern, Freunde und Orchestermitglieder in der Landesakademie ein, um sich beim Vorspiel von den Fortschritten der 35 Musiker aus dem gesamten Saarland zu überzeugen. "Es ist schon erstaunlich, was die Jugendlichen leisten und mit wie viel Spaß und Eifer sie bei der Sache sind. Immerhin nehmen sie freiwillig während ihrer Ferien an den Lehrgängen teil, die täglich neun Unterrichtsstunden beinhalten", erklärte Heinz Seger, Bundesjugendleiter im Bund saarländischer Musikvereine. Gemeinsam mit zehn Musiklehrern unterrichtet er die in kleine Gruppen unterteilten Schüler in so unterschiedlichen Fächern wie beispielsweise Atemtechnik, Gehörbildung oder Rhythmus. Die Lehrgänge dienen den Musikern auch dazu, an Schwachpunkten zu arbeiten, um anstehende Prüfungen zu bestehen. "Die Prüfungen von D1 (Bronze) bis D3 (Gold) werden drei bis vier Mal pro Jahr abgenommen und sind in vielen Orchestern Voraussetzung für die Aufnahme", so der Bundesjugendleiter, der das Engagement und die Disziplin der 35 Teilnehmer ebenso lobte wie die Einrichtung in Ottweiler, die optimale Bedingungen für solche Lehrgänge biete. Dass sich die lernintensive Woche gelohnt hatte, bewiesen die jungen Musiker während des beeindruckenden Abschlussspiels. Klarinetten- und Holzbläser-Ensemble konnten ebenso überzeugen wie die gemischten Gruppen und das gesamte Lehrgangsorchester. Zu hören gab es Stücke von Herbie Hancock über Duke Ellington bis hin zu Wolfgang Amadeus Mozart. Ob bei jazziger Avantgarde, lateinamerikanischer Lockerheit oder klassischer Musik - der von Seger erwähnte Spaß am Musizieren spiegelte sich in den Vorträgen der Jungbläser wider und wurde vom Publikum mit dem verdienten Applaus belohnt. Nach knapp 45 Minuten endete das Konzert mit dem Mozart-Festival, das vom gesamten Orchester vorgetragen wurde. "Es ist schon erstaunlich, was die Jugendlichen leisten."Heinz Seger