Verkehrsschau kommt nach Fürth

Um die Verkehrssituation in der Brückenstraße ging es in der Fürther Ortsratssitzung. Dieser Bereich soll sicherer gestaltet werden.

Der Ortsrat Fürth hat einstimmig einen Antrag der CDU-Fraktion verabschiedet, der sich mit der prekären Verkehrssituation in der Brückenstraße befasst. Darin wird die Stadtverwaltung aufgefordert, in Abstimmung mit dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) insbesondere die Situation ab Einmündung Forsthausstraße bis zum Ende des Parkplatzes an der Werns Mühle zu betrachten und diesem Bereich sicherer zu machen. Fraktionssprecher Hans-Peter Jochum erläuterte die Gefahrenpunkte mit unübersichtlichen Einmündungen und Kurven, dem gestiegenen Fahrzeugaufkommen durch das Seniorenheim am Mühlenpfad, den viel genutzten Parkplatz der Werns Mühle und der Rücksichtslosigkeit vieler Raser. Zudem müsse man davon ausgehen, dass die Ein- und Ausfahrt zum Seniorenheim um ein Vielfaches mehr genutzt wird, wenn die dort im Bau befindliche Hausarztpraxis in absehbarer Zeit eröffnet wird.

Thomas Maus-Holzer vom städtischen Ordnungsamt verwies auf einen Ortstermin schon Mitte Dezember mit der Kreisverkehrsbehörde und kündigte eine sogenannte Verkehrsschau im Juni an.

Der Vorschlag der CDU wurde ergänzt um die Forderung nach einer 30-Kilometerzone zwischen Forsthausstraße und Werns Mühle. Die gleiche Problematik zeigt sich im Bereich Dorfstraße/Lautenbacher Straße. Deshalb hat der Ortsrat einstimmig einen Antrag an die Stadtverwaltung gerichtet, in diesem Streckenabschnitt künftig verstärkte Kontrollen durchzuführen.

Als letzter der fünf Ottweiler Ortsräte hat sich Fürth mit dem städtischen Haushaltsplan beschäftigt. Alle wichtigen Informationen lieferte Sebastian Konrad von der Finanzverwaltung im Ottweiler Rathaus. Dickster Brocken bei den Investitionen in Fürth ist der zweite Bauabschnitt der Straße Zur Ring mit 480 000 Euro. Danach befürwortete der Ortsrat den Etat zwar ohne Gegenstimme, aber nicht ohne Anmerkungen der beiden Fraktionssprecher. Hans-Peter Jochum (CDU) kritisierte die Denkweise in den Ortsteilen. "Auch nach 42 Jahren Zugehörigkeit zur Stadt Ottweiler denkt jeder Stadtteil immer noch an sich zuerst", bemängelte er. Er monierte auch die Einschätzung in anderen Ortsräten der Stadt, der Haushaltsplan habe keine Zukunftsvisionen. SPD-Sprecher Axel Haßdenteufel hielt seinem CDU-Kollegen entgegen, dass man auch ohne viel Geld Visionen entwickeln könne. Dennoch werde auch die SPD dem Etat zustimmen, "weil Fürth darin gut berücksichtigt ist". Dieser Einschätzung schloss sich auch Ortsvorsteher Otfried Ratunde (SPD) an. Er sagte: "Wir dürfen zufrieden sein, denn für Fürth wurde einiges getan." Anders hörte sich seine Einschätzung beim Straßeninstandsetzungsprogramm an. Fürth ist darin einzig mit der Wetschhauser Straße vertreten. "Diese Straße ist seit Jahren sanierungsbedürftig", sagte Ratunde. CDU-Sprecher Jochum schlug vor, Bauamtsleiter Schmidt in die nächste Ortsratssitzung einzuladen, um Rede und Antwort zu stehen.

Bereits zu Beginn der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus war Uwe Trautmann (SPD) mit den Stimmen beider Fraktionen zum neuen stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt worden. Vorgänger Axel Haßdenteufel hat das Amt aus persönlichen Gründen aufgegeben.