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Unterschriftenaktion und Argumente gegen Windräder

Gegen weitere Windräder im Ostertal wehrt sich eine Bürgerinitiative Steinbach. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen/dpa
Gegen weitere Windräder im Ostertal wehrt sich eine Bürgerinitiative Steinbach. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen/dpa FOTO: Fredrik von Erichsen/dpa
Ottweiler. Der Gegenwind im Ostertal bläst dieser Tage kräftig. Im Krokenwald bei Steinbach möchte das Unternehmen Abo-Wind zwei Windräder bauen. Das Genehmigungsverfahren läuft. Die Bürgerinitiative Gegenwind Ostertal macht dagegen auf verschiedene Arten mobil. Den derzeit mit der Sache betrauten Ottweiler Gremien haben die Aktivisten detaillierte Unterlagen zukommen lassen, die nach ihrer Meinung Mängel in den für die Genehmigung notwendigen Unterlagen aufdecken. Sowohl der Ortsrat Steinbach als auch der Bauausschuss des Stadtrates haben dem Bauvorhaben in den vergangenen Tagen das Einvernehmen verweigert. Die Initiative sieht darin einen riesigen Erfolg. Man habe die Kommunalpolitiker überzeugen können mit guten Argumenten. Die Diskussion um den Standort Krokenwald geht weiter: Am Donnerstag tagt der Ottweiler Stadtrat. Dann wird die Windkraft auch wieder ein Thema der Kommunalpolitiker sein, allerdings nicht im öffentlichen Teil der Sitzung. Michael Beer

Die Steinbacher Aktivisten sind nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen aktiv. Über 1000 Unterschriften, erläutert Yacine Boukhetouche von der Bürgerinitiative, habe man jüngst in der Staatskanzlei abgegeben. Staatssekretär Jürgen Lennartz habe eine rechtliche Prüfung versprochen. Auch ein Brief der Kinder des Ortes ging an die Staatskanzlei. Er erinnert Minsterpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer an ihr Wahlversprechen, beim Ausbau der Windenergie genau hinzuschauen.



In der BI sind nach den Worten Boukhetouches mittlerweile etwa 160 Menschen aktiv, weit über die Ortsgrenzen hinaus. Er betont in der Debatte um weitere Windräder im Ostertal, die Menschen vor Ort seien nicht gegen alternative Energieerzeugung und nicht prinzipiell gegen Windräder. Allerdings stünden in der Region schon viele Anlagen. Die Steinbacher und die Bewohner der umliegenden Dörfer seien damit schon stark belastet. Es gebe viele Argumente, ob Natur- und Artenschutz, planungsrechtliche Gründe oder eben auch die Belastung der Menschen vor Ort, die gegen einen weiteren Zubau mit Windrädern sprächen. Die BI, so viel steht fest, wird weiter für Gegenwind im Ostertal sorgen.