. . . und alle Fragen offen?

Mal lustig, mal bissig, mal peinlich waren die Fragen, die das Theater Die Stromer aus Darmstadt zum Auftakt des Spielstark-Festivals auf die Bühne brachten. Auch Bürgermeister Holger Schäfer musste Rede und Antwort stehen.

. Als Ulrich Commerçon , saarländischer Kulturminister und zugleich Schirmherr des Kinder-, Jugend- und Familien-Theaterfestivals Spielstark am Freitagabend im Rahmen der offiziellen Eröffnung der 14. Auflage erklärte, dass Theater oft auch einen Spiegel vorhalte, zudem eine gute Möglichkeit sei, seine eigene Persönlichkeit zu finden, konnte er nicht wissen, wie genau er damit das Stück zum Auftakt beschrieben hatte. Denn mit "Stinkt Pink? 1000 Fragen . . .", einer Eigenproduktion des Theaters Die Stromer aus Darmstadt, wurde der Schirmherr, aber auch das altersgemischte Premierenpublikum eine Stunde lang mit sich und der Welt in Form von unendlich vielen Fragen konfrontiert.

Das, bemerkte Commerçon, selbst schon zum vierten Mal in Folge mit dabei, besteht aus vielen Stammbesuchern. Darunter natürlich auch Ottweilers Bürgermeister Holger Schäfer . "Wir sind stolz, ein Theaterfestival in die 14. Runde zu schicken, das einmalig für die Stadt, das Land, ja sogar für den ganzen südwestdeutschen Raum ist", betonte er. Für Schäfer bedeutet Theater, wie er erklärte, auch zu träumen. "Theater ist etwas ganz Besonderes, was Kindern und Erwachsenen Spaß macht", sagte er. Aber er ließ auch nicht unerwähnt, dass das Festival, das von Anfang an in Kooperation mit dem Theater Überzwerg aus Saarbrücken veranstaltet wird, sehr stark auf die Sponsoren angewiesen sei.

Da kam der "Schirmherrenscheck", den er zusammen mit dem künstlerischen Leiter Bob Ziegenbalg vom Theater Überzwerg annehmen durfte, gerade recht. Dass Holger Schäfer aber am Ende des Stücks noch einmal auf die Bühne musste, damit hatte er sicherlich nicht gerechnet. Doch die vier Schauspieler, die mit harmlosen, lustigen, bissigen, aber auch peinlichen Fragen mit einer teils unglaublich hohen Frequenz die Zuschauer zum Lachen, aber auch zum Nachdenken brachten, wollten stellvertretend für das Publikum von einigen Zuschauern Antworten auf einige der Fragen. So hatte sich Schäfer unter anderem zu entscheiden, ob er lieber mit einer bekannten Persönlichkeit tauschen, viel älter oder jünger sein wolle, oder doch eher für einen Tag das andere Geschlecht annehmen möchte. Der Verwaltungschef machte das Spiel der Fragen mit. Mit Fragen, ob vom Salat der Bizeps schrumpft, lösten die Akteure ein befreienden Lachen aus, Fragen zu Schamhaaren waren wohl vielen, vor allem den jüngeren Zuschauern, peinlich. Fragen nach Freundschaften, nach Liebe, machten verlegen

Am Ende gab es viel Beifall, die Premiere wurde, inzwischen auch schon traditionell, mit Sekt und kleinen Leckereien auch kulinarisch abgerundet. Noch bis zum 18. Oktober gastieren insgesamt sechs weitere Theaterensembles auf der Bühne im Ottweiler Schlosstheater, daneben gibt es Workshops für Lehrer und Schüler, einen Vortrag sowie einen Liederabend.

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Zum Thema:

Auf einen BlickDie weiteren Vorstellungen: Montag, 5. Oktober, 9.30 und 11.30 Uhr "Quartier für Vier", Theater Überzwerg , Dienstag, 6. Oktober, 9.30 und 11.30 Uhr, Mittwoch: 7. Oktober, 9.30 Uhr "Der kleine Muck" Oliver Kai Müller & Büchner Bühne, Riedstadt, Freitag, 9. Oktober, 10 und 18.30 Uhr "Trashedy" Performing Group in Kooperation mit Tanzhaus nrw, Düsseldorf, Sonntag, 11. Oktober, 15 und 17 Uhr "Der kleine hässliche Vogel" Follow the Rabbit, Graz, Freitag, 16. Oktober, 9 und 16 Uhr "Die Meerjungfrauen in der Badewanne", Überzwerg-Theater, Saarbrücken, "Samstag, 17. Oktober, 19.30 Uhr "kann denn Liebe Sünde sein?", Überzwerg-Theater, Saarbrücken, Sonntag, 18.Oktober, 15 Uhr, "Die Welt sieht Rot!-Prinzessinnen in Not "Kinder und Jugendtheatergruppe WASABI in Zusammenarbeit mit dem h.a.t. - Homburger Amateur Theater. Karten und Infos im Rathaus, Goethestraße 13 a, 66564 Ottweiler , Tel: (0 68 24) 30 08 28 und 30 08 73, E.Mail: jugendverwaltung@ottweiler.de oder kultur@ottweiler.de cim