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Über Luftsprünge und die lebendige Römersprache

Über Luftsprünge und die lebendige Römersprache

Ottweiler/St. Wendel. "Wir haben uns heute vorgenommen, ihnen und euch unsere Schule zu präsentieren. Vor allem die Jungen und Mädchen aus der Klassenstufe fünf werden einen Einblick in ihren Schulalltag geben", erklärte Rebecca Spurk, Schulleiterin am Gymnasium Ottweiler, das auch Schüler aus dem landkreis St

Ottweiler/St. Wendel. "Wir haben uns heute vorgenommen, ihnen und euch unsere Schule zu präsentieren. Vor allem die Jungen und Mädchen aus der Klassenstufe fünf werden einen Einblick in ihren Schulalltag geben", erklärte Rebecca Spurk, Schulleiterin am Gymnasium Ottweiler, das auch Schüler aus dem landkreis St. Wendel besuchen, am vergangenen Samstag den zahlreichen Zuhörern in der Aula.Dorthin waren die Eltern mit ihren Kindern gleich zu Beginn des Morgens gekommen, um in einer Informationsveranstaltung Wissenswertes über das Gymnasium Ottweiler zu erfahren. "Das Gymnasium Ottweiler ist zugleich neusprachlich und mathematisch ausgerichtet. So stehen bei uns alle Wege offen. Eine Vielfalt des Angebotes heißt aber auch, dass eine Entscheidung getroffen werden muss", erklärte die Schulleiterin. Anhand des Hauses des Lernens erläuterte sie die Entscheidungsmöglichkeiten, den Weg zum Abitur aktiv mitzugestalten. Die Schulleitung ließ in der Aula die Kinder selbst sprechen. Und dass dies zunächst einmal in lateinischer Sprache geschah, zeigte, dass in Ottweiler die Sprache der Römer überaus lebendig ist.Denn diese Schule bietet als einzige im Kreis Latein als erste Fremdsprache an. Dass der Unterricht alles andere als trocken ist, bewiesen die Schülerinnen und Schüler mit einer antiken Modenschau, aber auch im Fachraum konnten sich zukünftige Schüler bei den beiden Lehrkräften ganz genau informieren.Auch die Sportklasse, die sich seit Jahren in Ottweiler etabliert hat, stellte sich mit ihrem Klassenlehrer Thomas Sorg in der Aula selbst vor. Sie begeisterte mit Luftsprüngen. Die gab es übrigens auch im Biologiesaal zu sehen. Allerdings waren es hier nicht die Schüler selbst, die durch die Luft wirbelten, sondern kleine grüne und rote Papierfrösche, die unter Anleitung der Lehrerin Silke Nahtz gebastelt wurden. "Die können so gut springen, weil ihre Beine im Verhältnis zum Körper extrem lang sind", erklärten ein besonders interessierter Junge.Viele Besucher hatte Martin Uder, Fachlehrer für Geschichte. Zwar wird dieses Fach erst ab Klasse sieben unterrichtet, aber Dank seiner privaten Playmobil-Sammlung konnten die Besucher einen Ausflug zu den Römern und Ägyptern machen. Ganz nebenbei hatte er mit seinen Schülern einige Fehler eingebaut, die es zu finden galt. Beim Finden der passenden Bauteile viel Geduld aufbringen mussten die Besucher auch in der Robotik-AG. Hier wurde ebenso eifrig gebastelt und getüftelt wie in der Physik. Eher etwas zum Zuschauen bot dagegen die Chemie an. "Mama, da stinkt es aber gewaltig", bemerkte eine Grundschülerin schon vor der Tür zum Hörsaal. "Warum verbrennt das Taschentuch denn nicht, obwohl es in Flammen steht", so die Frage der Schüler, die aber schnell von den Zuschauern richtig beantwortet werden konnte. So herrschte den ganzen Vormittag über reges Treiben in den Klassen- und Funktionsräumen. cim

Auf einen BlickAm Gymnasium in Ottweiler unterrichten 55 Lehrer 726 Jungen und Mädchen in 19 Klassen sowie in 16 Kursen. Als erste Fremdsprache kann, neben Englisch, Latein gewählt werden. Daneben wird ein erweiterter Sportunterricht in Zusammenarbeit mit der Talentförderung Saar angeboten. Schulleiterin ist Rebecca Spurk. cim