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TuS Fürth spielt in der neuen Saison in der Bezirksliga St. Wendel.

Tus Fürth : Meisterschaft und Aufstieg mit Verzögerung

TuS Fürth spielt in der neuen Saison in der Bezirksliga St. Wendel.

Nach der Entscheidung beim virtuellen Verbandstag des Saarländischen Fußballverbandes, den Spielbetrieb im saarländischen Amateurfußball abzubrechen, steht der TuS Fürth als Meister der Kreisliga A Blies und Aufsteiger in die Bezirksliga St. Wendel fest. Nachdem der FC Phönix Kleinblittersdorf seinen Einspruch gegen die Entscheidungen des SFV-Verbandstags zurückgezogen hat, darf in Fürth jetzt auch gefeiert werden. Die Bezirksliga St. Wendel ist für Fürth kein Neuland, denn in der Saison 2015/16 gehörte die Mannschaft aus dem Ostertal dieser Spielklasse schon einmal an. Damals allerdings nur für eine Spielzeit, danach musste der TuS als Drittletzter wieder zurück in die Kreisliga. Diesmal wollen sich die Fürther etwas länger in der Bezirksliga aufhalten. „Wenn alle fit bleiben, ist das Ziel Klassenerhalt für uns durchaus realistisch“, äußert sich Florian Desbesell im SZ-Gespräch noch etwas zurückhaltend.

Der 33-Jährige bildet zusammen mit Kevin Bickelmann (40) das Trainerduo des TuS und da ist, das bestätigen beide, viel Harmonie im Spiel. Pascal Keip, neben Dominic Hartmann und Frank Kehrein einer der sportlichen Leiter des Vereins, legt die Latte etwas höher. „Das zweite Etappenziel ist der einstellige Tabellenplatz“, sagt er, und auch Trainer Bickelmann glaubt, dass für die Mannschaft mehr drin ist als nur der Klassenerhalt. „Wenn die Mannschaft all das abruft wie in der vergangenen Saison, werden wir mit Sicherheit eine gute Rolle spielen“, glaubt der erfahrene Spielertrainer.

Bis zum 3:0-Heimsieg im letzten Saisonspiel am 8. März gegen den FC Freisen 2 war der TuS Fürth die spielstärkste Mannschaft der Kreisliga A Blies und deshalb bedurfte es auch keiner Quotientenregelung, um den Meister und Aufsteiger zu ermitteln. Alle Mannschaften hatten bis dahin 19 Spiele bestritten und der TuS war klar die Nummer eins. Als einzige Mannschaft blieb Fürth im gesamten Saisonverlauf ohne Niederlage und beendete die Runde mit 17 Siegen und zwei Unentschieden. Damit hatte der Ligaprimus 53 Punkte und fünf Zähler mehr als die Sportfreunde Winterbach auf Platz zwei. Auch das Torverhältnis von 62:7 sagt einiges über die Spielstärke des TuS Fürth aus.

Deshalb verwundert auch die Einschätzung von Kevin Bickelmann nicht. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir auch ohne Saisonabbruch Meister geworden wären“, meint der TuS-Coach und nennt dafür nicht nur sportliche Gründe: „Bei uns gibt es keine Grüppchenbildungen, jeder versteht sich mit jedem und es herrscht auch ein richtig familiäres Klima.“ Dass es in der Spielzeit 2019/20 so gut lief, führen Bickelmann und Keip auch auf den „für eine Kreisliga überdurchschnittlich guten Trainingsbesuch“ zurück. Die Altersspanne in der Mannschaft reicht vom 18-jährigen Mike Prietzel bis zu Oldie Kai Bickelmann mit 45 Jahren. „Aber das ist eine gute Mischung“, sagt Pascal Keip, „weil die Jungen viel von der Erfahrung der älteren Spieler profitieren können.“

Der TuS Fürth geht mit einem Kader von 18 bis 20 Spielern in die neue Runde. Für die sportliche Leitung ist es wichtig, dass kein Spieler den Verein verlässt, so dass die Mannschaft der vergangenen Saison zusammenbleibt. Entscheidungen über Neuzugänge sind noch nicht gefallen.

Der TuS Fürth steigt als Meister der Kreisliga A Blies in die Bezirksliga St. Wendel auf. Nach einigen Tagen der Ungewissheit dürfen Mannschaft und Verantwortliche endlich jubeln Foto: Heinz Bier

„Da sind wir noch in Gesprächen“, bestätigt Keip, „aber selbst wenn da nichts klappen würde, bin ich sicher, dass es personell und spielerisch für uns reicht“, glaubt der Sportvorstand des künftigen Bezirksligisten.