Totschlag: Mann aus Ottweiler sticht auf Mutter ein: Sicherungsverfahren

Totschlag in Ottweiler : 50 Mal auf Mutter eingestochen – Täter soll dauerhaft in Psychiatrie bleiben

Bereits seit der Bluttat im Januar ist der mutmaßliche Messerstecher wegen einer psychotischen Erkrankung im Krankenhaus untergebracht. Jetzt will Saarbrücker Staatsanwaltschaft dies dauerhaft durchsetzen.

Die Nachricht vom gewaltsamen Tod einer Frau in Ottweiler hatte für Schlagzeilen gesorgt: Ihr Sohn soll sie brutal umgebracht haben. Mit 50 Messerstichen habe er die 74-Jährige in der gemeinsamen Wohnung in Ottweiler getötet. Direkt nach der schrecklichen Tat alarmierte der mutmaßliche Täter selbst die Polizei und ließ sich festnehmen, ohne sich dagegen zu wehren. Er gab zu, der Messerstecher zu sein.

Kurz darauf kam der Sohn in eine Psychiatrie. Denn, so schreibt der Saarbrücker Staatsanwaltssprecher Mario Krah, zur Tatzeit am Morgen des 24. Januar habe der Beschuldigte unter einer psychotischen Erkrankung gelitten. Deshalb sei er nicht im Stande gewesen, „das Unrecht seiner Tat einzusehen“ oder entsprechend zu handeln.

Deswegen hat Krahs Behörde bereits Anfang April ein Verfahren am Saarbrücker Landgericht beantragt, wie der Pressesprecher am Montag (27. Mai) informierte. Dabei dreht sich alles um den Vorwurf des Totschlags. Allerdings geht die Anklagebehörde wegen der Geisteskrankheit des 53 Jahre alten Ottweilers von Schuldunfähigkeit aus. Allerdings hält ihn die Staatsanwaltschaft für gefährlich. Darum soll er dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik bleiben. Darüber haben die Richter in einem Sicherungsverfahren zu entscheiden. Wann das geschieht, ist noch offen.