Alle Jahre wieder : Alle Tannen fliegen weit und hoch

Alle Jahre wieder. Spaß beim Tannenbaum-Werfen in Ottweiler.

Mit den besonders zur Weihnachtszeit beliebten Tannenbäumchen kann man allerlei Sinnvolles anstellen. Vor dem Fest werden die Gehölze aufgehübscht, strahlen im Lichterglanz mit allerlei glitzerndem Schmuck und verleihen dem Fest auf diese Weise den angemessenen Rahmen. Aber dann, meist um die Zeit des Auszugs der Sternsinger, stellt sich die Frage in jedem Haushalt: Wohin mit den Teilen? Immerhin wurden in Deutschland im letzten Jahr 29,8 Millionen Bäumchen verkauft. Die ausgedienten, böse nadelnden Tannenbäume aber einfach zu entsorgen, ist den Teilnehmern beim Tannenbaumweitwurf in Ottweiler zu langweilig. In der Residenzstadt wird das Nadelgehölz als Sportgerät genutzt.

Der Förderverein Freibad Ottweiler lud  wieder zur Teilnahme am mittlerweile bereits siebten Tannenbaumweitwurf ein. Ein semisportliches Spektakel, das inzwischen weit über die Stadtgrenzen Fans gefunden hat. Hunderte Menschen versammelten sich am Sonntag   bei leider regnerischem Wetter auf dem Schlossplatz in Ottweiler. In verschiedenden Klassen gingen die Tannenbaumweitwerfer an den Start, Bambinis, Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Teams waren gemeldet. Natürlich waren die Bäumchen auch je nach Alter und Geschlecht in unterschiedliche Gewichtsklassen („amtlich abgewogen“) unterteilt.

So mussten sich die Herren mit neun Kilogramm schweren Teilen abmühen, die Frauen hatten es mit 5,5 Kilogramm schweren Gewächsen zu tun und die Kleinen mühten sich mit 3,6 Kilogramm schweren Bäumchen ab. Auch der neue Karnevalsprinz der „So war noch nix“, Dominik I.,  war sich nicht zu schade, und wuchtete ein unhandliches Wurfgerät knapp vier Meter weit. Die Schirmherrschaft des lustigen Wettbewerbs hatte in diesem Jahr der Schulleiter des Gymnasiums Ottweiler, Mark Hubertus, übernommen. Auch er ließ es sich nicht nehmen, einen  Neun-Kilogramm-Baum in die Weiten des Schlossplatzes zu wuchten. Der Förderverein Freibad Ottweiler hatte im Vorfeld die Bäume gesammelt, und zur Verfügung gestellt.

Mehr von Saarbrücker Zeitung