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Super Stimmung vor und auf der Bühne

Super Stimmung vor und auf der Bühne

Garden, Tänzerinnen und Tänzer, Bütten-Urgesteine und Neulinge und ein streitendes Prinzenpaar. Bei der Galasitzung der „So war noch nix 1847“ klatschen sich die Narren vor Begeisterung fast die Hände wund.

. "So kann es von mir aus die nächsten 169 Jahre weitergehen", kommentierte Inga Stolz, die mit Freunden die Gala-Sitzung des Ottweiler Karnevalsvereins "So war noch nix 1847" am Samstag im Schlosstheater besuchte. Die närrische Gala war ausverkauft.

Reich an farbenfrohen, fantasievollen und witzigen Glanzlichtern war die Prunksitzung. Und wenn die Büttenredner das Salz in der Kappensitzungssuppe sind, wie es immer heißt, dann sind die Garden, Tänzerinnen und Tänzer und vor allem auch die grazilen Gestalten im niemals fehlenden Männerballett das Chili. Heiß ging's also her, die Narren klatschten sich die Hände wund und kühlten sich die Kehlen. Beispiel Moritz Meyer, das Talent in der Bütt und trotz seiner Jugend schon ein Urgestein bei den "So war noch nix", der Zote an Zote reihte und den Narren im Plenum kaum Zeit zum Lachen ließ, so schnell schoss er die Pointen: "In Indien sind die Kühe heilig, bei uns werden sie geheiratet".

Närrische Jubiläen

Die Frauentanzgruppe Sponheimer Hexen trat nach einer schöpferischen Pause wieder auf. Die zwölf Damen, zwischen Anfang 20 und Mitte 60, verkörpern mit ihrem Namen "Sponheimersch" die Symbolfigur des Vereins: eine alte, geifernde Frau, die mit Narretei so gar nichts am Hut hat. Die Sponheimer Hexen wurden übrigens für ihr 1 x 11-jähriges Jubiläum geehrt. Geehrt wurde auch Klaus Nonnenmacher für sein 4 x 11 Jahre närrisches Jubiläum. Er gilt als unermüdlicher Büttenredner und hat sich um den Nachwuchs gekümmert. Gleichzeitig ist er Mitglied des Vereinsvokalensembles Plaschderschisser-Symphoniker. Er beendete nun seine Bühnenlaufbahn. Die Plaschdaschisser begeisterten einmal mehr als "trinkende Musikanten" mit ihrem "Lied eins, Lied zwei, Lied drei...." bis die Leute auf den Tischen standen und eine lange Polonaise sich durch die Reihen schlängelte.

Schließlich erhob sich das Prinzenpaar Prinz Christopher I. und Prinzessin Denise I. von ihren Plätzen mitten auf der Bühne. Die beiden sind nicht nur närrische Tollitäten. Cousin und Cousine Drawer treten seit Jahren als streitbares Prinzenpaar auf.

Auch am Samstag stritten sich die beiden aufs Köstlichste, ohne Textvorlage, da wurde nix abgelesen. Charmant und nimmermüd wie stets führte Thomas Jahn durch das kunterbunte Programm. Ihm oblag es letztlich auch, den Überraschungsgast des Abends anzukündigen:

Aufgrund eines Urteils im Schauprozess am Fetten Donnerstag im vergangenen Jahr wegen mannigfaltiger Verstöße gegen närrische Gesetze musste sich Bürgermeister Holger Schäfer verpflichten, in dieser närrischen Saison im Männerballett "Die Lumumbas" zu tanzen.

Zum Thema:

Die Mitwirkenden: Das gesamte Programm und die Kulissen wurden von Vereinsmitgliedern gestaltet.Die Büttenredner: Klaus Nonnenmacher Moritz Meyer. Denise und Christopher Drawer; Leon Ritterböck und Jacqueline Nätzer, Christa Meyer und Marie Thull. Plaschderschisser; Symphoniker; Männerballett (Trainer: Oliver Reiß); Sponheimerhexen (Trainerinnen:Olivia Flaccus, Oberhexe Margret Krämer); Garden Löffelgarde; Playbackshow; Prinzengarde - Schautanz (Trainerinnen: Nadja Luuk und Lisa Sick); Showtanzgruppe (Trainerin: Melanie Biehl); Prinzengarde (Trainerinnen: Nadja Luuk und Lisa Sick); Funkenmariechen Sandra Rahn, Emma Neuhaus und Noemi Reiß (Trainerinnen: Lisa Sick, Tosha Governali und Melanie Biehl); Juniorengarde (Trainer: Daniela Schöbel, Dominik Lessel und Diana Lauermann); Jugendgarde(Trainerinnen: Andrea Schreiner und Natalie Thull; Betreuerin: Yvonne Eiersold); Minigarde (Trainerinnen Andrea Schreiner und Natalie Thull, Betreuerin: Yvonne Ebersold). eng