„Stompin' Heat“ begeistern mit zeitlosem Blues der ganz Großen

„Stompin' Heat“ begeistern mit zeitlosem Blues der ganz Großen

Die zwei Musiker von „Stompin' Heat“ haben die Besucher im voll besetzten Fässje in Ottweiler mit auf eine musikalische Reise genommen. Begleitet von rauen Blues-Rhythmen ging es in die Südstaaten der USA.

Stampfende Rhythmen, verzerrte Gitarrensoli und jede Menge Whiskey: Das Duo "Stompin' Heat" gab sein Debütkonzert im Fässje und brachte damit den Blues nach Ottweiler .

Gitarrist Martin "Magman" Müller aus Neunkirchen und Sänger Florian "Blind Dog" Meyer aus Ottweiler nahmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise durch die amerikanischen Südstaaten - inklusive einiger Ausflüge nach Chicago und Texas.

Blues in unverfälschter Form

"Der Blues hat im Laufe der Geschichte viele verschiedene Spielarten geschaffen. Unsere Interpretation davon nennen wir ‚Rough-Blues', also eine raue, unverfälschte Form des Blues ", erklärte Gitarrist Martin Müller der SZ. Rau wurde es dann auch im Fässje in Ottweiler . Das Konzert hatte so viele Musikfreunde angelockt, dass kaum Platz zum Stehen blieb. Wer es trotzdem schaffte, sich einen Platz an der Bühne zu erkämpfen, wurde mit erstklassigem Blues belohnt, denn "Stompin' Heat" verneigte sich vor den ganz Großen des Genres: Mit Songs von Big Joe Williams, Fred McDowell und natürlich Robert Johnson watete das Duo musikalisch knietief im Schlamm des Mississippi. Den Rhythmus gab Gitarrist Martin Müller mit seiner "Stomp-Box" vor, Sänger "Blind Dog" Meyer griff dabei auch immer wieder zur Mundharmonika, die zusammen mit seiner markant rauen Stimme den alten Bluesnummern neues Leben einhauchten.

Zwei Musiker machen Krach

Dass "Stompin' Heat" die Bühne dafür nur zu zweit in Beschlag genommen hatten, war so gewollt: "Wir hatten uns das Ziel gesetzt, zu zweit so viel Krach zu machen, wie möglich", gab Sänger Florian Meyer zu verstehen, der in Blueskreisen kein Unbekannter ist. Mit Szenegrößen wie dem Saarbrücker Gitarristen Thomas Blug, Henrik Freischlader und Pete Lancaster hat "Blind Dog" Meyer schon auf der Bühne gestanden. Der Auftritt in Ottweiler brachte ihn zurück zu seinen Wurzeln. "Das hier ist seit zehn Jahren das erste Heimspiel für mich, und ich sehe hier viele bekannte Gesichter", erklärte der Sänger seinem Publikum. Bei dem kam die Musik gut an: "Ich kannte den Sänger bereits aus einigen anderen Projekten, wo er mitgewirkt hat. Diese Musik ist so zeitlos und ungeschliffen, da muss man einfach mitgehen", fasste Christine Tintinger aus Losheim ihre Leidenschaft für den Blues zusammen.

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