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Stellungnahme der Otweiler SPD zur Klinikschließung in Ottweiler

SPD Ottweiler : Klinikschließung: SPD kritisiert Marienhaus GmbH

Fehlende Transparenz wird bemängelt.

(red) Scharfe Kritik übt der SPD-Ortsverein Ottweiler an der am 29. April veröffentlichten Entscheidung der Marienhaus GmbH, den Krankenhausstandort Ottweiler bereits zum Jahresende 2020 zu schließen. Nachdem das Krankenhaus vor einigen Wochen zum Behandlungsstandort schwerer an Covid-19 erkrankter Personen umfunktioniert wurde und dazu bereits erste Verlagerungen nach Sankt Wendel erkennbar waren, mache die Marienhaus GmbH nun kurzen Prozess, heißt es in einer Stellungnahme des Ortsvereins.

Der Vorsitzende Alexander Weiß dazu: „Seitdem erste Gerüchte um eine mögliche Schließung bekannt geworden sind, handelte die Marienhaus GmbH intransparent gegenüber ihren Mitarbeitern und den Ottweiler Bürgern. Diese Entscheidung bekräftigt die Vermutung, dass dem Träger wirtschaftliche Profite eindeutig wichtiger sind als die Interessen der Bevölkerung an einer Sicherstellung der wohnortnahen Versorgung. Für die Stadt Ottweiler und ihre Bürgerinnen und Bürger ist dies ein Schlag ins Gesicht.

In mehreren Sitzungen, Pressemitteilungen, Briefen und gar einer parteiübergreifenden Resolution des Stadtrates sei an die Marienhaus GmbH appelliert worden, eine mögliche Schließung im Sinne der Menschen zu überdenken. Offenbar scheine der Träger die Sorgen und Ängste seiner potenziellen Patienten nicht ernst zu nehmen. Eine christliche Einstellung, die der Träger in seiner Unternehmensphilosophie verdeutlicht, sei hier nicht zu erkennen. Durch dieses undurchsichtige Prozedere habe sich die Marienhaus GmbH unglaubwürdig gemacht. Die Zusicherung, dass keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen sollen, sei daher vorsichtig aufzunehmen.“