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Steinbacher trotzen Wind und Regen

Steinbacher trotzen Wind und Regen

Rund um den Dorfbrunnen waren wieder viele Stände aufgebaut. Auch das Unterhaltungsprogramm konnte sich sehen und hören lassen. Anlass war das Steinbacher Dorffest, das in diesem Jahr zum 35. Mal gefeiert wurde.

Als Ortsvorsteher Frank Heckmann am Freitagabend zu den Klängen der Stadtkapelle Ramstein-Miesenbach das 35. Steinbacher Dorffest eröffnete, vermisste man einen, der in der Vergangenheit bei diesem Anlass immer dazu gehörte. Der Schütz mit der Schell, dessen Bekanntmachungen beim Steinbacher Dorffest fester Bestandteil waren, war erstmals seit vielen Jahren nicht dabei. Der Ortsvorsteher versicherte, dass das aber nicht auf persönliche Differenzen zwischen dem Dorffestausschuss und Bernd Rottmair zurückzuführen ist, sondern vermutlich auf dessen Wohnortwechsel nach Neunkirchen. "Er hat sich nicht bei uns gemeldet", erklärte Heckmann, "und deshalb gehen wir davon aus, dass es ihm vielleicht zu viel ist".

Auf den Fassanstich als symbolisches Eröffnungsritual brauchten die Steinbacher aber nicht zu verzichten und dabei erwies sich der Ottweiler Bürgermeister äußerst schlagfertig. Holger Schäfer benötigte lediglich einen einzigen Schlag mit dem Holzhammer, um den Zapfhahn punktgenau ins Fass zu treiben und den Gerstensaft zum Laufen zu bringen. Rund um den Dorfbrunnen, wo die Abteilungen Fußball und Karate des TuS Steinbach , der Jugendclub 69, der Männerchor und die Landfrauen sowie SPD , CDU und die Wählerinitiative unabhängiger Steinbacher Bürger (WuSB) ihre Stände aufgebaut hatten, herrschte zu diesem Zeitpunkt schon reger Betrieb. Von Regen , Wind und Donner am späten Freitagabend ließen sich die Steinbacher nicht verdrießen. "Wir sind zwar etwas nass geworden", erklärte Festausschussmitglied Dirk Habermann tags darauf, "aber das war halb so schlimm". Auch die Band Buhää & the Rhabarbers ließ sich nicht beirren. "Die haben munter bis zum Ende durchgespielt", berichtete Habermann, und auch am Samstag lief das Dorffestprogramm wie geplant ab. Bei kühlen Temperaturen kamen die Besucher zwar zögerlich, aber am Abend füllte es sich zusehends.

Für Gute-Laune-Musik sorgte auf der Bühne die Band "Changes". Am Sonntag beim Frühschoppen hatte Alleinunterhalter Horst Irsch die Bühne für sich. Die Zeiten, in denen die Besucher sonntags in Scharen zum Mittagessen kamen, die sind aber wohl vorbei. Seit Gerd Anna mit seinen Spezialitäten nicht mehr dabei ist, hält sich das Essensangebot in Grenzen. "Dass er nicht mehr dabei ist, hat schon ein Loch gerissen", sagt auch der stellvertretende Ortsvorsteher Jörg Herrmann, der auch dem Festausschuss angehört. Zwar gab es auch diesmal die leckeren Speckwaffeln und am Sonntag Kaffee und Kuchen bei den Landfrauen, Rostwürste bei den Fußballern und Flammkuchen bei CDU und WuSB, die Haxen, den Grillschinken oder die Leberknödel werden in Steinbach aber doch ein wenig vermisst.