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Stadt Ottweiler baut neue Sammelstelle für Grüngut

Grüngut-Sammelplatz ist im Bau : Über asphaltierten Feldweg zur Sammelstelle

Die Arbeiten für die neue Ottweiler Annahmestelle für Grüngut laufen. Die Stadt rechnet mit sechs Monaten, bis alles fertig ist.

Für die künftige Ottweiler Grüngut-Sammelstelle haben die Bauarbeiten begonnen. Zum Jahresende soll der neue Platz nördlich von Steinbach nahe der B 420 fertig sein, heißt es im Rathaus. Das Projekt kostet rund 450 000 Euro. Der Stadtrat hatte den  Satzungsbeschluss bereits vergangenen Sommer gefällt. Den Auftrag für die Arbeiten hat der Bauausschuss des Stadtrates jetzt im Mai erteilt. Die Verzögerung vom Ratsbeschluss bis heute erklärt die Verwaltung mit einem lange ausstehenden Zuschuss vom Bund. Bis das neue Areal so weit ist, können die Bürger noch den alten Grüngut-Sammelplatz, ebenfalls an der B 420 im Eichenwäldchen, anfahren. Die Verwaltung erinnert daran, dass der Mund-Nasenschutz Pflicht ist und Abstände einzuhalten sind. Die Stelle im Eichenwäldchen hat mittwochs von 9 bis 15 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Das künftige Gelände für den Grünschnitt liegt von Ottweiler aus in Richtung Fürth rechterhand in Richtung Steinbach. Wie die Pressestelle des Rathauses erläutert, wird das Gelände grundlegend hergerichtet. Sprecher Ralf Hoffmann: „Die Schritte umfassen eine Nivellierung des Geländes, eine Auskofferung der Oberfläche, eine Herrichtung eines Schotterbettes, eine Verfestigung des Schotterbettes, eine Asphaltierung der Großfläche, eine Errichtung eines kleines Gebäudes für das Personal sowie die Errichtung eines Umzäunung.“ Der Platz wird über einen asphaltierten Feldweg mit Einbahnregelung zu erreichen sein. Das Sträßchen wird sich zwischen der L 288 und der B 420 erstrecken. Die Öffnungszeiten der von der Stadtverwaltung bewirtschaftete Anlage werden voraussichtlich so übernommen, wie sie aktuell auch im Eichenwäldchen sind. In der Winterzeit ist eine Ruhephase geplant, auf die beizeiten hingewiesen werde.

Bürgermeister Holger Schäfer sagt zu dem Projekt: „Ich freue mich, dass wir zukünftig einen Grüngutsammelplatz haben werden, der nicht nur den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen wird, sondern auch eine nachhaltige Verwertung ermöglicht und zugleich Pluspunkte für die Natur und den Umweltschutz bringt.“ Das Versickerungswasser werde zentral entsorgt. Außerdem sei die Benutzung der Anlage bedeutend komfortabler. Von den rund 450 000 Euro Kosten trage die Stadtverwaltung ein Drittel. Schäfer: „Durch die Nutzung eines Förderprogrammes des Bundes und einer finanziellen Zusage des Landes kann die Stadtverwaltung die Gesamtkosten stemmen und zugleich die Stadtkasse schonen.“ Die vom Benutzer zu entrichtende Gebührenhöhe hängt von der Menge des Grüngutes ab, die geliefert wird. Die Abgabe einer Grüngutmenge in der Größenordnung eines Auto-Kofferraums kostet 5 Euro, bei Nutzung der 12er Karte nur 2,50 Euro.

Das Grüngut wird nach der neuen Konzeption vom EVS zentral gesammelt und recycelt. Die neuen Bedingungen und Anforderungen an einen Sammelplatz hatten unter anderem in Illingen für lange Diskussionen gesorgt.