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Spielstark Theaterfestival in Ottweiler

Spielstark-Festival beginnt : Vorhang auf für „Spielstark“-Festival

Vom 24. September bis 9. Oktober wird in Ottweiler beim Spielstark-Festival Theater gespielt. Vorstellungen für kleine und große Gäste gibt es, Lustiges, Nachdenkliches, Wütendes. In den Herbstferien wird ein Kinderferienclub angeboten.

Premiere ist am Freitag, 24. September, 18 Uhr, im Schlosstheater Ottweiler mit „All das Schöne“ (ab 14 Jahren) von Jessica Schultheiss, Saarbrücken. Zum Inhalt: 1. Eiscreme 2. Wasserschlachten 3. länger aufbleiben dürfen 4. die Farbe Gelb ... Nach dem Selbstmordversuch der Mutter beginnt ein siebenjähriges Mädchen, all das Schöne der Welt aufzuschreiben, in der Hoffnung, dass die Mutter die Liste liest, ihre Depression aufhört und das Leben weitergehen kann. Tut es auch. Aber nicht alles wird automatisch gut. Nicht jetzt und auch nicht später. Deshalb wird die Liste zur treuen Begleiterin in ihrem Leben,  : 319. so heftig lachen, dass dir die Milch aus der Nase schießt 320. sich nach einem Streit wieder vertragen 1006. Überraschungen. Auch als sie bereits erwachsen ist, studiert und sich verliebt, schreibt sie weiter. Denn immer wieder lauern da eine seltsame Traurigkeit, peinliche Situationen und Verletzungen. Und die Liste wächst: 999.998. unpassende Songs in gefühlvollen Momenten 999.999. eine Aufgabe abschließen ...Duncan Macmillans lebensbejahender Monolog erzählt auf unsentimentale und komische Weise von dem, was einen am Leben verzweifeln lässt. Und von dem, was es so wunderbar macht.

Das weitere Programm im Ottweiler Schlosstheater:

Dienstag, 28. September, 10 Uhr und 15 Uhr, und Mittwoch, 29. September,  9 Uhr, „Die Geschichten-Stunde“ (ab 4 Jahren), Compagnie Les Voisins, Mecklenburg-Vorpommern: Drei Geschichten von kleinen Wesen. Wer liebt es nicht, etwas erzählt zu bekommen? Nicht nur unsere Kinder und Enkelkinder abends vor dem Einschlafen, auch wir Erwachsenen hätten immer mal einen Geschichtenerzähler nötig, der uns für eine kleine Auszeit in andere Leben, Geschichten und Welten mitnimmt.

Donnerstag, 30. September,  10 Uhr, „All das Schöne“, ist bereits ausverkauft.

Freitag 1. Oktober, 19.30 Uhr  „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ (ab 14 Jahren), Theater Herrlingen Alexander Umnitzer wächst in der DDR auf. Seine Großeltern hatten noch für den Kommunismus gebrannt, , als sie aus dem mexikanischen Exil kamen, um ein neues Deutschland aufzubauen. Alexanders Vater kehrte aus der Sowjetunion heim: mit einer russischen Frau, der Erinnerung ans Lager und dennoch mit dem Glauben an die Möglichkeit, alles besser zu machen. Für Alexander wird die Realität in der DDR immer enger, und er geht in den Westen, kurz bevor die Mauer fällt ...

 Sie schreibt eine Liste mit allem, was das Leben lebenswert macht: „All das Schöne“
Sie schreibt eine Liste mit allem, was das Leben lebenswert macht: „All das Schöne“ Foto: Stephanie rolser

Sonntag, 3. Oktober,       15 Uhr, „Kleiner Ärger, Riesen Zorn“ (ab 4 Jahren) Theater Morgenroth & Schwester (Nürnberg), auch Montag, 4. Oktober, 9.30 und 11.15 Uhr, Zwei Menschen. Zwei Koffer. Und: wahnsinnig viel Wut. Die beiden wollen ihre Wut verkaufen. Denn einfach ärgern kann sich jeder. Doch zum Richtig-wütend-Werden braucht man Hilfe ... Aber bitte! Doch nicht von Ihnen! Sie haben doch keine Ahnung von Wut!

Dienstag, 5. Oktober, 11.15 Uhr „Papierstück“ (ab 5 Jahren), Tanzfuchs Produktion, Köln. Papier knistert und raschelt, lässt sich falten, zerknüllen und zerreißen, es ist biegsam, formbar und kann auch schneiden. Meist wird darauf geschrieben und gedruckt, gern auch gemalt oder gebastelt: Papier. Mit ihrer Produktion wendet sich die Choreografin und künstlerische Leiterin Barbara Fuchs, einem intergenerationellen Publikum zu: Kinder sind mit ihren (Groß-)Eltern zu einem humorvollen Duett eingeladen. In diesem Tanzkonzert für Schaulustige von Klein bis Groß wagen sich die Tänzerin Sônia Mota und der Komponist Jörg Ritzenhoff in den Papier-Dschungel. Mithilfe von Papier machen sie Veränderungen, Fremdeinflüsse und zeitliche Abläufe sichtbar: Papier merkt sich jedes Falten, jeden Riss und Schnitt. Und genauso wie sich Spuren und äußere Einflüsse in Papier einschreiben, zeichnen sich Erlebnisse und Erfahrungen in unsere Körper ein – durch Narben, Macken, Falten. Kaum jemand kann diesen erinnernden Körper besser verkörpern als die Tänzerin Sônia Mota.

Mittwoch, 6. Oktober, 10 Uhr, „Mongos“ (ab 14 Jahren), Follow the Rabbit, Graz (Österreich). Ikarus und Francis lernen sich im Krankenhaus kennen. Francis kämpft mit einer degenerativen Nervenkrankheit, und Ikarus ist querschnittsgelähmt. Die beiden nerven sich gegenseitig kolossal und werden genau deshalb beste Freunde. Nachdem sie in ein gemeinsames Zimmer verlegt werden, sind sie unzertrennlich, ab jetzt ist alles möglich. Und das heißt für Ikarus an erster Stelle: Mädchen aufreißen. Als er Jasmin kennenlernt, ist es mit seiner großen Klappe erst mal vorbei. Er ist verliebt, aber unglücklich, weil nicht alles nach Plan läuft.   Das Macker-Image, das er sich selbst zugelegt hat, kann er partout nicht erfüllen. Was folgt, ist nicht eine Einsicht auf Seiten Ikarus‘, sondern der Bruch mit Francis. Und ob der so leicht zu heilen sein wird, das liegt nur zum Teil in Ikarus‘ Händen. „Mongos“ ist ein Stück über zwei liebenswerte Außenseiter, Aufschneider und Profilneurotiker, voller Humor und Einfühlsamkeit. In Rückblenden versuchen Francis und Ikarus herauszufinden, wie man die quälende Kluft zwischen Selbstwahrnehmung und Wirklichkeit überwindet.

Donnerstag, 7. Oktober, 10 Uhr, „Shut Up“ (ab 10 Jahren) Theater Überzwerg – Theater am Kästnerplatz (Saarbrücken), auch Freitag, 8. Oktober, 10 Uhr (ausverkauft) und 15 Uhr,  Samstag, 9. Oktober, 15 Uhr, dann ist auch die Preisverleihung.

Becky, Damien und François sind „Problemkinder“: Ob es die Mitschüler sind, die Eltern oder die Lehrer – ständig ecken die drei an. Doch Damien, Becky und François sind auch BFF: Best Friends Forever. Sie haben sich ewige Freundschaft und Treue geschworen – und mit dieser Freundschaft bezwingen sie alles. Sie fallen immer wieder. Aber weil sie einander haben, und sich selbst, stehen sie auch immer wieder auf. Den vielen kleinen und großen Herausforderungen des Lebens begegnen sie mit Durchhaltevermögen, und mit Humor: Da wird auch schon mal ein Brief an das Guinnessbuch der Rekorde geschrieben, denn „in keiner Klasse der normalen Schulen gibt es so viele Gestörte wie in unsrer“. Die belgischen Autoren Jan Sobrie und Raven Ruëll erzählen sehr persönlich vom Überlebenskampf junger Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen. Im Jahr 2015 wurde das Stück mit dem renommierten Niederländisch Deutschen Kinder- und Jugendtheater-Preis Kaas & Kappes ausgezeichnet.

Ticketpreise: Kinderstücke: Kinder: 5,50 Euro,   Erwachsene 7,50 Euro, Jugend- und Erwachsenenstücke: Jugendliche/ermäßigt: 7 Euro, Erwachsene: 11 Euro.  Kartenvorverkauf und Infos: Rathaus Ottweiler, Goethestraße 13a, Zimmer 11 und 12, während der Öffnungszeiten, Tel. (0 68 24) 30 08 28, E-Mail jugendverwaltung@ottweiler.de

 Mongos bei Spielstark Foto: Beatrix Henzl
Mongos bei Spielstark Foto: Beatrix Henzl Foto: Beatrix Henzl/BEATRIX HENZL

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