| 20:10 Uhr

Fußball
Neue Gemeinschaft unter Ottweilern

 Trainer Stephan Schock, auf dem Archivbild mit dem Wappen von Linxweiler, hofft auf eine gute Rest-Saison im neuen Jahr.
Trainer Stephan Schock, auf dem Archivbild mit dem Wappen von Linxweiler, hofft auf eine gute Rest-Saison im neuen Jahr. FOTO: Achim Thiel
Steinbach. Die Spielgemeinschaft der Fußballer der FSG Ottweiler und des TuS Steinbach hat sich wohl bewährt. Die wichtigen Spiele wurden gewonnen. Von Heinz Bier

Als die Fußball-Saarlandliga Ende Juli in die neue Saison gestartet ist, musste man sich in Steinbach gleich an zwei Neuerungen gewöhnen. Da war zunächst die Vereinsbezeichnung, denn an die Stelle des gewohnten TuS Steinbach war die FSG Ottweiler/Steinbach getreten, nachdem die Fußballabteilung des Steinbacher Großvereins eine Spielgemeinschaft mit der SG Ottweiler eingegangen war. Zweites Novum in diesem Jahr: Erstmals ist in der Saison 2018/19 ein Trainerduo für die Saarlandligamannschaft verantwortlich, und diese Lösung hat sich nach der Erfahrung von Stephan Schock „vollauf bewährt“.


Der bisherige alleinige Steinbacher Trainer hat seit Saisonbeginn mit Frank Backes einen weiteren erfahrenen Trainer zur Seite und die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos. „Es ist halt sehr viel Arbeit, die wir uns jetzt aufteilen können“, erklärt Schock und er nennt weitere Vorzüge: „Wir tauschen uns immer wieder aus und auch die Kommunikation mit den Spielern ist intensiver geworden.“ Nach acht Siegen und drei Unentschieden in den bisherigen 21 Spielen überwintert die FSG Ottweiler/Steinbach auf Platz zehn und das ist für den 48-Jährigen durchaus akzeptabel.

„Nach dem miserablen Saisonstart mit drei Niederlagen und 2:11 Toren müssen wir unter dem Strich mit dem Erreichten zufrieden sein“, meint der Steinbacher Trainer. Und er fügt hinzu: „Wichtig ist, dass wir alle wichtigen Spiele gegen die Mannschaften in unserem Umfeld gewonnen haben“. Einziger Kritikpunkt: „Wir haben für meinen Geschmack zu viele Gegentore kassiert“, reklamiert Schock, „und da müssen wir in den restlichen Saisonspielen den Hebel ansetzen“. Dass sportlich nicht mehr möglich war, hat aus Trainersicht Gründe. „Wir konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht ein einziges Mal mit der gleichen Formation antreten“, bedauert Schock. Deshalb sei auch nie eine Konstanz möglich gewesen.



Besonders schwer wiegen die langfristigen Verletzungsausfälle von Leistungsträgern wie beispielsweise David Groß oder Kapitän Lukas Decker, der schon nach dem dritten Spieltag ausgefallen ist und seither fehlt. „Das sind Dinge, die bei unserem kleinen Kader nicht so ohne weiteres zu kompensieren sind“, stellt der FSG-Trainer klar. Um möglicherweise nicht noch mehr Verletzungsausfälle zu riskieren, verzichtet die FSG Ottweiler/Steinbach vollends auf die Teilnahme am saarländischen Hallenmasters, sondern gönnt ihren Spielern bis zum Trainingsauftakt am 31. Januar „effektiv mal zwei Monate Pause“, wie es der Trainer im Gespräch mit der SZ formuliert. Stattdessen hat das Steinbacher Trainerduo neun Vorbereitungsspiele abgeschlossen, um bis zum Meisterschaftsstart am 10. März die nötige Wettkampfpraxis zu erlangen.

Die werden die Steinbacher und Ottweiler Spieler auch sicher brauchen, zumal in der englischen Woche zum Auftakt des Programms im neuen Jahr gleich drei Auswärtsspiele auf dem Plan stehen. „Da ist gleich Feuer unter dem Dach“, meint Stephan Schock, „und danach wissen wir sofort, wo wir dran sind“.