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Ottweiler reist nach Nancy
Bei den lothringischen Nachbarn zu Besuch

Comtesse Marie-Charlotte de Lambel begrüßte die Gäste des Städtepartnerschaftsvereins vor dem Schloss Fléville.
Comtesse Marie-Charlotte de Lambel begrüßte die Gäste des Städtepartnerschaftsvereins vor dem Schloss Fléville. FOTO: Ralf Hoffmann
Neunkirchen. Ausflug des Städtepartnerschaftsvereins Ottweiler hatte Fléville, Nancy und Marsal zum Ziel.

(red) Einen Besuch bei den lothringischen Nachbarn haben die Freundinnen und Freunde des Ottweiler Städtepartnerschaftsvereins unternommen. Sie fuhren nach Fléville, Nancy und Marsal. Willi Wälder, dem Verein verbunden und ein Kenner Lothringens, führte thematisch zu den verschiedenen Ausflugspunkten hin und vertiefte die Informationen.


Überaus gelungen verlief der Ausflug des Städtepartnerschaftsvereins, der dieses Mal nach Lothringen führte - zum Schloss Fléville in Fléville-devant-Nanyc, in das Stadtzentrum von Nancy selbst und nach Marsal. Wenn auch am Morgen teilweise Nebelschwaden den Blick auf die Landschaft erschwerten, so stellte sich bald die Sonne ein. Damit war eine gute Voraussetzung für den weiteren Verlauf des Tages gegeben. Doris Scherer, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, der sich offiziell und formell „Verein zur Förderung von Städtepartnerschaften e. V. in Ottweiler“ nennt, freute sich über das Interesse der Mitglieder und weiterer Interessierter, so dass der Bus fast komplett besetzt war.

Vor dem Schloss Fléville hieß Comtesse Marie-Charlotte de Lambel die Besucher willkommen. Die Besichtigung der Räume, der Säle, der Ausstellungen und des mittelalterlichen Wehrturmes beeindruckten. Als angenehm bleibt der Aufenthalt im Schlosspark in Erinnerung. In Nancy gab es auf der prachtvollen Place Stanislas, geprägt vom 18. Jahrhundert , ausreichend Zeit zur freien Verfügung, ehe man sich zur Rundfahrt mit der Touristenbahn einfand. Entlang der Route wurden vor allem die Jugendstilfassaden vorgestellt, die für Nancy prägend sind. Aber auch andere Baukunstwerke wie das Stadttor de-la-Craffe aus dem 14. Jahrhundert, der Herzogspalast aus dem 16. Jahrhundert und Stadtpaläste aus dem 18. Jahrhundert beeindruckten. Nancy zeigte sich, insgesamt gesehen, als moderne, dynamische Stadt mit belebten Geschäftsstraßen, Monumenten, Museen und Parkanlagen, die ihrem historischen Erbe gerecht wird.



Schließlich galt es Marsal im Seilletal zu entdecken, das wegen seiner Salzgewinnung Berühmtheit erlangte. Der französische Festungsbaumeister und Marschall Sébastien Le Prestre, Vauban genannt, der im 17. Jahrhundert wirkte und unter anderem als Baumeister von Saarlouis gilt, hinterließ in Marsal ein Stadttor. Es handelt sich um die monumentalen Reste einer damals modernen Befestigungsanlage. Untrennbar mit Marsal verbunden ist die Kirche Saint-Léger. Die ehemalige Stiftskirche im Département Moselle in der Region Grand Est ist der bedeutendste romanische Sakralbau im Saulnois. Sie ist dem heiligen Leodegar von Autun geweiht und in etwa baugleich mit der ehemaligen Klosterkirche Neumünster zu Ottweiler. 1005 schenkte Bischof Adalbero von Metz die Kirche dem Benediktinerinnenkloster Neumünster bei Ottweiler. 1222 wurde das Kloster in ein Kollegiatstift umgewandelt, das 1763 aufgehoben wurde.

Normalerweise heißt es: Aller guten Dinge sind drei. Aber als viertes Ziel und somit als Abschluss des Programms kam an diesem Tag ein Aufenthalt im Restaurant de L'Ecluse in Grosbliederstroff dazu, verbunden mit dem Genuss eines dreigängigen Menüs.