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Ottweiler Rat gegen Müllverwiegesystem

Ottweiler Rat gegen Müllverwiegesystem

Die Anzahl der Leerungen sollen weiterhin die Müllgebühren der Ottweiler Bürger bestimmen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür plädiert, beim sogenannten Leerungszählsystem zu bleiben.

Die Alternative wäre ein Umstieg auf das Verwiegesystem, das die Gebühr an das Gewicht des Restmülls koppelt. Bürgermeister Holger Schäfer (CDU ) erläuterte in der Sitzung, der Entsorgungsverband Saar (EVS) müsse zum 1. Juli kommenden Jahres das Einsammeln und Befördern des Haus- und Biomülls neu ausschreiben. Die in dem Verband zusammengeschlossenen Kommunen sollen deshalb schon jetzt sagen, welches System für sie ab 2017 gelten soll. Von den 43 zusammengeschlossenen Städten und Gemeinden hatten bei der Einführung 2011 nur zwei das Verwiegesystem bevorzugt. Nach Angaben des EVS sind die Müllmengen seit der Umstellung landesweit deutlich zurückgegangen, bei der Leerungszählung um 36 Prozent, beim Verwiegen um 50 Prozent.

Christian Batz, Fraktionschef der CDU , sprach in der Sitzung davon, das Leerungssystem habe sich bewährt, die Bürger hätten es gut angenommen. Bei der 120-Liter-Tonne habe man im Schnitt 10,3 Leerungen im Jahr, das liege unter dem Landesmittel. Ein Umstieg auf Verwiegen käme für die Bürger teurer aufgrund anderer Logistikkosten.

Die Sprecherin der SPD-Fraktion ,Nicole Cayrol, bemerkte, bei der Einführung des Systems sei man sich nicht ganz so einig wie heute gewesen. Die Bürger trennten aber offenbar mittlerweile genauer.