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Ottweiler pflegt seit 1979 eine enge Beziehung zu St. Rémy

Partnerstädte : In Freundschaft schon lange verbunden

Ottweiler pflegt seit 1979 eine enge Beziehung zu St. Rémy – eine weitere Partnerschaft liegt auf Eis.

Auch die ansonsten gut funktionierende Städtepartnerschaft zwischen Ottweiler und der französischen Stadt St. Rémy kann aufgrund der Coronabeschränkungen nicht wie gewohnt ausgestaltet werden. Die Jumelage mit der Gemeinde in Burgund wurde 1982 durch die Stadt Ottweiler begründet. „Inoffiziell besteht sie aber schon seit 1979“, erklärt Frank Pampa, einer der Gründerväter der Partnerschaft und heutige Ehrenvorsitzende des 1983 gegründeten Vereins zur Förderung von Städtepartnerschaften. Er war seither 33 Jahre dessen Vorsitzender, ehe er die Führungsrolle 2016 an seine Nachfolgerin Doris Scherer übergab.

Pampa erinnert an einen regen Schüleraustausch bis in die 1990er Jahre hinein, „und es gab über viele Jahre hinweg auch gute und regelmäßige Kontakte zwischen den Hobbykünstlern aus beiden Orten“. Eine wichtige Sache ist es für ihn, dass es seit einigen Jahren auch wiederkehrende Kontakte zwischen Heimbewohnern aus beiden Orten gibt. Zu den festen Aktivitäten der Partnerschaft gehört die jährliche gemeinsame Geburtstagsfeier am ersten Mai-Wochenende. „Da sind doch immer über 100 Leute aus der Gastgemeinde unterwegs“, erzählt Ralf Hoffmann, der sich im Ottweiler Rathaus um die Belange der Partnerschaft kümmert.

Diesmal sollte und wollte eine Ottweiler Delegation nach St. Rémy fahren, „aber diese Fahrt wurde aufgrund der Gegebenheiten natürlich abgesagt“, bedauert Frank Pampa. Seine Hoffnung: „Es gibt die Option, dass die Fahrt eventuell im Herbst nachgeholt wird.“ Er bedauert auch, dass derzeit viele private Begegnungen nicht zustande kommen, „denn es gibt in Ottweiler und St. Rémy sehr viele Familien, die sich regelmäßig treffen“. Dazu gehört auch die Familie Pampa, und deshalb waren beim 70. Geburtstag des Ehrenvorsitzenden im März auch etliche Gratulanten aus der Partnerstadt zu Gast. Auch eine Bürgerreise, die in diesem Jahr an die Loire und nach St. Rémy geplant war, musste gestrichen werden. Als nächstes ist im Herbst im Ottweiler Schlosstheater ein gemeinsames Konzert mit dem Musikverein Harmonie municipale aus St. Rémy und dem Musikverein Harmonie aus Niederlinxweiler vorgesehen, „aber es ist derzeit nicht sicher, ob der Musikabend stattfinden kann“, erklärt Frank Pampa im SZ-Gespräch.

Ob eine geplante Fahrradtour über 450 Kilometer von der Blies an die Saône gestartet werden kann, ist auch noch fraglich. Auch wenn in diesem Jahr nicht alle Aktivitäten realisiert werden können, hat der langjährige Vorsitzende und Ottweiler Ortsvorsteher keine Zukunftsängste was die Partnerschaft angeht. „Trotz der derzeitigen Einschränkungen hat die Partnerschaft zwischen Ottweiler und St. Rémy eine Zukunft“, ist sich Frank Pampa felsenfest sicher. Dazu trägt auch bei, dass die beiden Partnerschaftsvereine weiterhin eine Schule und andere wichtige Projekte in einem Ort in Burkina Faso unterstützen, wo eine pensionierte Lehrerin aus St. Rémy tätig ist.

Eine zweite Ottweiler Städtepartnerschaft mit der griechischen Stadt Vrilissia bei Athen liegt schon seit einigen Jahren auf Eis. Grund waren die politischen Spannungen zwischen Deutschland und Griechenland, nach denen die griechische Seite die Beziehungen aufgekündigt hat, „und da blieben auch alle Bemühungen unseres Bürgermeisters erfolglos“, bedauert Frank Pampa.