Otfried Ratunde bleibt Ortsvorsteher von Fürth

Ortsrat Fürth : Ratunde bleibt Ortsvorsteher

SPD und CDU setzen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne ihres Ortes.

Ebenso wie seine Amtskollegen in Ottweiler und Mainzweiler tags zuvor wurde am Mittwoch auch der Fürther Ortsvorsteher Otfried Ratunde ohne Gegenstimme im Amt bestätigt. Der Amtsinhaber von der SPD war in der konstituierenden Sitzung des Ortsrates einziger Kandidat und bekam acht von neun Stimmen bei einer Enthaltung. Die SPD hat im Ortsrat mit fünf Sitzen eine knappe Mehrheit gegenüber der CDU mit vier Mandaten. Die Wahlhandlung im Feuerwehrgerätehaus leitete CDU-Sprecher Hans-Peter Jochum als zweitältestes Mitglied des Ortsrates für Senior Ratunde, der gesundheitlich angeschlagen war.

Nach seiner Vereidigung und der Ernennung zum Ehrenbeamten durch Bürgermeister Holger Schäfer übernahm Ratunde die Sitzungsleitung und führte als erstes die Abstimmung über seinen Stellvertreter durch. Hierbei setzte sich SPD-Ortsrat Uwe Trautmann mit 5:4 gegen CDU-Bewerber Jochum durch. Vor der Abstimmung hatte der CDU-Fraktionschef in einer Erklärung zunächst „den ungemein fairen Wahlkampf“ gelobt und versichert, dass die CDU auch für die Zukunft die „konstruktive Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Kollegen der SPD-Fraktion“ anbietet. Deren Sprecher Axel Haßdenteufel kündigte an, dass SPD in der neuen Legislaturperiode die Belange des Ortes weiter voran treiben und alles tun werde, um für die Fürther Bevölkerung erste Anlaufstelle im Ort zu bleiben. Aber die Stadt dürfe die Bevölkerung in den Stadtteilen „nicht mehr als Bürger zweiter Klasse behandeln“, forderte der SPD-Sprecher, denn „Beispiele dazu gibt es genug“.

Der wieder gewählte Ortsvorsteher sieht seine wichtigste Aufgabe darin, „die Interessen möglichst vieler Bürger von unserem schönen Heimatort Fürth zu vertreten“. Es seien in den letzten Jahren in Fürth etliche Projekte umgesetzt worden, betonte Ratunde, „aber es stehen einige Dinge aus, die noch in Angriff genommen werden müssen“. Als Beispiele nannte der Ortsvorsteher die dringend notwendige Sanierung der Einsegnungshalle oder die behindertengerechte Toilette in der Mehrzweckhalle.

Er wolle sich dafür einsetzen, dass sich alle Generationen in Fürth wohlfühlen und eine lebendige Gemeinschaft bilden, kündigte Ratunde an um danach seine Erwartungen an den neuen Ortsrat zu formulieren: „Wir sind alle angetreten, um für das Wohl der Gemeinde und der Menschen, die hier leben, zu sorgen“, machte der SPD-Politiker klar, „und deshalb wünsche ich uns allen eine gute Zusammenarbeit und Ergebnisse, die sowohl die Bürger als auch die Verwaltung zufrieden stellen“.

Ehe die Mitglieder des neu gewählten Ortsrates Entscheidungen treffen durften, waren sie vor Eintritt in die Tagesordnung von Bürgermeister Holger Schäfer verpflichtet und auf ihre Obliegenheiten hingewiesen worden.

Die Mitglieder des Ortsrates Fürth:SPD: Axel Haßdenteufel, Silke Heinz, Dirk Holzer-Decker, Otfried Ratunde (Ortsvorsteher) Uwe Trautmann (Stellvertreter), CDU: Hans-Peter Jochum, Ute Mertel, Andrea Stichter, Karlheinz Volz

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