Neue Wege für die Altstadt

Der Ortsrat Ottweiler-Zentral stimmte am Mittwoch dem integrierten Entwicklungskonzept „Altstadt 2.0“ zu – es soll der Stadt Ottweiler künftig ein schärferes Profil verpassen. Weiterhin diskutierte der Ortsrat im Sitzungssaal des Rathauses über Investitionsvorhaben in den kommenden Jahren.

. Auch die Innenstadt von Ottweiler weist viele Leerstände auf. Das soll sich langfristig ändern. Deshalb stimmte der Ortsrat Ottweiler-Zentral in der Sitzung am Mittwochabend für das neue integrierte Entwicklungskonzept "Altstadt 2.0". Ein weiteres Ja gab es für die vorbereitenden Untersuchungen zur Erweiterungen des Sanierungsgebietes. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 25. September, über das Entwicklungskonzept abstimmen.

Vor einem Jahr hatte die Stadt Ottweiler das Konzept des Illinger Ingenieurbüros KernPlan bereits öffentlich vorgestellt. Wie Gerhard Schmidt, Leiter des Bauamtes Ottweiler , am Mittwochabend erneut erklärte, setzt sich das neue Konzept aus vier Schwerpunktthemen zusammen: Die Ottweiler Altstadt soll langfristig gesehen Vitalzentrum, Wohnstandort und Altstadtbühne sein sowie eine Gründerszene beheimaten. Mit dem Gesundheitszentrum in der Anton-Hansen-Straße habe die Stadt laut Bauamtsleiter bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Vitalzentrum getan; zahlreiche Veranstaltungen lassen(zuletzt die Kirmes) jetzt schon die Altstadt zur Bühne werden. Stark verbesserungswürdig sei laut Schmidt die Wohnsituation in Ottweiler , denn ein barrierefreies oder zeitgemäßes Wohnen sei in der alten Residenzstadt noch nicht üblich.

Das Entwicklungskonzept greift auch die chaotische Verkehrssituation in Ottweiler auf, die der Ortsrat aus aktuellem Anlass kurz thematisierte. "Wir hoffen bei der Augasse auf eine echte Entlastung", sagte Bauamtsleiter Schmidt. Mitte bis Ende Dezember will der Landesbetriebe für Straßenbau (LfS) dort fertig sein (wir berichteten); ursprünglich sollte der Durchstich zur B 41 bereits Ende Juli 2013 abgeschlossen sein. Eine weitere Baustelle sei laut Gerhard Schmidt bereits in Planung: Im Frühjahr 2015, wenn die Augasse fertig ist, werde voraussichtlich die St. Rémy-Brücke unter Vollsperrung saniert.

Weiterhin diskutierte der Ortsrat Ottweiler-Zentral über Investitionsvorhaben in den kommenden Jahren. Die CDU-Fraktion habe laut Karl-Heinz Nätzer, stellvertretender Ortsvorsteher, die Ottweiler Bürger aufgefordert, Ideen einzureichen - die geringe Resonanz sei jedoch bedauerlich. Eine der insgesamt drei Ideen sei ein Kreisverkehr auf der L 141 in Richtung Illingen. Bei den Investitionsvorhaben schließe sich die CDU-Fraktion den Plänen der Stadtverwaltung an, wohingegen die SPD-Fraktion laut Carsten Flaccus "kleinere und große eigene Dinge" zu Papier gebracht habe. Im gesamten Stadtgebiet solle etwa schnelleres Internet für mehr Lebensqualität sorgen und das Freibad könne zu einer Art Kombibad umgebaut werden, um die Saison zu verlängern. Jörg Budke (FGW) regte an, die Investitionsvorhaben auf die sanierungsbedürftige Turn- und Markthalle zu konzentrieren, denn die Vereine seien auf die Räumlichkeiten angewiesen. In der nächsten Ortsratssitzung will Ortsvorsteher Michael Schmidt im Detail auf einzelne Vorschläge eingehen.

ottweiler.de