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Napoleonsfichte zwischen Mainzweiler und Niederlinxweiler

Sturmtief Sabine und die Folgen : Das Ende der Napoleonsfichte

(red) Durch das Sturmtief Sabine war Anfang Februar in einem Waldstück nahe Ottweiler eine besondere Fichte entwurzelt worden. Es traf die wohl älteste Fichte des Reviers am Rand des Verbindungsweges zwischen Mainzweiler und Niederlinxweiler, im Volksmund als Napoleonsfichte oder „Dick Ficht“ bekannt, wie Heimatforscher Werner Butz weiter schreibt.

Durch den Sturm war die Fichte quer über die Straße gefallen und blockierte mit ihrem mächtigen Stamm und ihren Kronenästen den Weg. Als Revierförster Thomas Müller dies bei seiner Begehung feststellte, beauftragte er ein Unternehmen mit der fachgerechten Zerlegung des Baumes und der Räumung der Straße. Nun war es erstmals möglich, das Alter der Fichte an dem verbliebenen Wurzelstumpf anhand ihrer Jahresringe zu bestimmen. Beim Zählen der Jahresringe kam man auf fast 160. Demnach wurde der Baum in der Zeit rasch zunehmender Industrialisierung im Zuge preußischer Aufforstungsmaßnahmen um das Jahr 1860 gepflanzt und überdauerte neben dem Deutsch-Französischen-Krieg auch die beiden Weltkriege. Der größte Stammdurchmesser der Fichte beträgt 1,33 Meter, der Stammumfang am Wurzelstumpf erreicht stattliche 3,86 Meter. Die Maße wurden zirka 90 Zentimeter über dem Erdboden gemessen. Der untere, derzeit parallel zum Weg liegende Hauptstamm hat noch eine Länge von 8,40 Metern, ein Holzvolumen von 7,7 Festmetern und wiegt schätzungsweise 7,3 Tonnen. Die Höhe des Baumes lag bei fast 35 Metern.