Musik, die direkt ins Blut geht

Ottweiler. Als am vergangenen Samstagabend die sechs Musiker von Elliot, der wohl bekanntesten saarländischen Coverband, die Bühne des Ottweiler Schlosstheaters betraten, waren die Reihen der Konzertbesucher noch ein wenig licht. Doch das hielt Frontmann Thorsten und seine Musiker nicht davon ab, richtig Gas zu geben

Ottweiler. Als am vergangenen Samstagabend die sechs Musiker von Elliot, der wohl bekanntesten saarländischen Coverband, die Bühne des Ottweiler Schlosstheaters betraten, waren die Reihen der Konzertbesucher noch ein wenig licht. Doch das hielt Frontmann Thorsten und seine Musiker nicht davon ab, richtig Gas zu geben. Für eine knappe Stunde waren er und seine Band viel mehr als nur ein Warm-Up zum nachfolgenden Auftritt des legendären Deutsch-Rockers Wolf Maahn. Mit rockigen Stücken, gefühlvollen Balladen und schließlich mit der Premiere ihres neuesten Stücks "Augenstern" von Keyboarder Jörg brachten sie tolle Stimmung in den Saal und wurden mit viel Beifall von alten und neuen Fans verabschiedet. Nach einer kurzen Umbauphase betrat dann der Mann des Abends, Wolf Maahn, Jahrgang 1955, die Bühne. Das frenetische Klatschen, Mitsingen und Tanzen der Konzertbesucher machte schlichtweg vergessen, dass es eben kein ausverkauftes Haus war, vor dem die Band mit ihrer "Direkt ins Blut 2"-Tour gastierte. Freuen konnten sich vor allem die eingefleischten Fans, denn auch noch nach den ersten Stücken gab es direkt vor der Bühne freie Plätze, von denen aus Maahn und seine geniale Band hautnah zu erleben waren. Und die rockten und tanzten, was das Zeug hielt. Mal stimmgewaltig, mal mit dem Griff in die Saiten seiner Gitarre - Maahn merkt man in jeder Sekunde an, dass er seit 25 Jahren auf den Bühnen eine tolle Show abliefert. Im Mittelpunkt bei Maahns Liedern stehen Themen wie Liebe, Frauen und tiefe Gefühle, sie ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Schaffen. Viel Raum im Konzertprogramm haben die Soli seiner Bandmitglieder, die allesamt begeisterten.Da das Saarland bekanntlich recht klein ist, kamen die Konzertbesucher aus allen Ecken des Landes, die wenigsten wohl aus Ottweiler selbst. Gut 100 Minuten verwöhnten Maahn und Band ihre Zuhörer mit alten und neuen Songs, ehe es - natürlich nicht ohne Zugabe - Abschied nehmen hieß. "Wir werden bestimmt wieder in die Gegend kommen. Ein äußerst musikalisches Publikum. Es macht einen Heidenspaß zu sehen, wie sie tanzen und die Texte mitsingen", sagte Wolf Maahn nach der Show und lobte zudem die gute Akustik im Konzertsaal. cim