Mainzweiler Pfingstkirmes verlief ohne Zwischenfälle

Mainzweiler Pfingstkirmes : Kerb ist ein Anker im dörflichen Leben

Rundfahrt der Mainzweiler Traktorfreunde eine Attraktion bei der Pfingstkirmes in dem Ottweiler Stadtteil.

„Die Maazwella Kerb an Pingschde“, so steht es auf den Hinweisplakaten, ist im kleinsten Ottweiler Stadtteil die wichtigste Dorfgemeinschaftsveranstaltung und entsprechend wurde sie am Wochenende auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte gefeiert. „Die Kerb ist fest im dörflichen Kulturleben verankert“, bekräftigte Ortsvorsteher Achim Wagmann, als er am Samstagabend in Anwesenheit zahlreicher Mitbürger den symbolischen Fassanstich vornahm und damit die Pfingstkirmes offiziell eröffnete.

Schon am frühen Nachmittag war die Straußjugend im Ort unterwegs, um die Kerb nach altem Brauchtum bekannt zu machen. Eine Attraktion ist am frühen Samstagabend alljährlich die Rundfahrt der Mainzweiler Traktorfreunde durch den Ort und das ist für Fahrer und Fahrzeuge ein besonderes Ereignis. „Ich hanne heit morje extra noch gebutzt unn poliert“, erzählte Edgar Butz am Samstagabend nach der Ankunft der Karawane am Dorfplatz von der besonderen Pflege seines Traktors aus dem Baujahr 1960, der sein Alter auch damit belegt, dass er noch ein WND-Kennzeichen trägt. Im Festbereich dufteten derweil beim Malteser Hilfsdienst schon Rostwürste und Pommes, nebenan wurde Popcorn eingetütet, das auch auf der Mainzweiler Kirmes nicht fehlt, bei Daniel Deckarm am Stand der IGBCE wurden schmackhafte Cocktails gemixt, die AH-Fußballer sorgten an ihrem Rundstand und dem gemütlichen Zelt dafür, dass niemand Durst leiden musste und die kleinen Kirmesbesucher durften auf dem Kinderkarussell erste Runden drehen. Zur Brauchtumspflege bei der Mainzweiler Pfingstkirmes gehören sonntags auch das Schmücken der Dorfbrunnen durch die „Borremäde“, der Kerweumzug der Straußjugend mit Blechmusik und die anschließende Kerweredd im Zelt, bei der so mancher aus dem Ort dann auch mal sein Fett abbekommt. Unverzichtbar ist auch in Mainzweiler am Montag der Kirmesfrühschoppen, der danach regelmäßig nahtlos zum Spießbratenessen und dem anschließenden Kaffee und Kuchen bei der Mainzweiler Feuerwehr übergeht.

„Alles ist gut gelaufen, wir hatten gute Stimmung, und das Programm wurde von jung und alt gut angenommen“, zog Ortsvorsteher Wagmann am Montag ein positives Fazit der Maazwella Kerb, die auch in den kommenden Jahren mit viel Brauchtum gefeiert wird.

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