Märchenwelten und mehr

Mainzweiler. Schon zur Eröffnung am vergangenen Freitagabend waren zahlreiche Gäste gekommen, um sich über das breit gefächerte Schaffen der Malerin Inge Noell zu informieren

Mainzweiler. Schon zur Eröffnung am vergangenen Freitagabend waren zahlreiche Gäste gekommen, um sich über das breit gefächerte Schaffen der Malerin Inge Noell zu informieren. Gleich im Untergeschoss warten neben ihren Bildern aus der Märchenwelt, die einen ganz besonderen Blick auf Rumpelstilzchen, Froschkönig und weitere weltbekannte Märchenfiguren geben, auch zwei dicke Ordner, die dem Betrachter einen weiteren Einblick in die Entwicklung ihrer Malerei verschaffen. Im Obergeschoss bemerkt der Betrachter dann gleich, wie sehr sich die Künstlerin weiterentwickelt hat und wie sie auch immer wieder bereit ist, neue Wege einzuschlagen. Aus dem Rahmen gefallenDas neueste Werk "Spitzfindig" ist erst einen Tag vor der Eröffnung fertig geworden und fällt im wahrsten Sinn des Wortes aus dem Rahmen. Gerne lässt sich die Autodidaktin vor diesem Bild fotografieren, weist es vielleicht schon auf einen neuen Weg, auf den sie sich begeben wird, hin. Schon seit ihren Kindertagen ist Noell kreativ tätig, malt aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Doch allen Bildern ist gemeinsam, dass Inge Noell sie in erster Linie für sich selbst erschaffen hat. Daher hat sie für die Ausstellung in Mainzweiler auch den Titel "Mein Arkadien" gewählt. "'Mein' - Inge Noell sagt uns sofort mit aller Deutlichkeit, dass sie für sich malt. Natürlich wäre sie nicht Künstlerin, wenn sie in ihrem Werk nicht nach Anerkennung suchte, aber das macht sie nicht um jeden Preis, sie will sich nicht dem Publikumsgeschmack beugen", erläuterte Laudator Edgar Neumann, der sie schon viele Jahre ihres künstlerischen Schaffens begleitet. So erzählte er etwa, dass die Malerin nur wenig von sich und ihrem Leben preisgibt, die Bilder allesamt aber dennoch einen tiefen Einblick in ihre ureigene Welt der Phantasie bieten. "Ohne solche Phantasien wäre unser Alltag oft mehr grau als farbig", so Neumann. Und eine große Farbigkeit findet sich in vielen ihren Werken wieder, die zumeist aus einer sehr konkreten Idee eine große Abstraktion machen. "Inge Noell hat in ihrem ganzen Schaffen gezeigt, dass sie nicht so malen möchte, wie sie es fotografisch festhalten könnte. Dabei gab es viele Abschnitte, die ihre Entwicklung dokumentieren und ein Abschluss ist noch lange nicht in Sicht. Ich denke, sie wird uns eines Tages noch mit ganz anderem überraschen", sagt Neumann. Die Ausstellung "Mein Arkadien" von Inge Noell aus Saarbrücken ist an den kommenden Sonntagen, 19. und 26.Oktober, jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Alten Schule in Mainzweiler zu sehen.