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Landkreis Neunkirchen verteilt i-Pads an Schulen

Tablets für Schulen : I-Pads scheinen bei Schülern zu bestehen

Von 2500 Geräten, die der Landkreis an weiterführende Schulen verteilen wollte, sind bislang erst 1050 angekommen.

Das Büffeln in der Schule fällt nicht wenigen Schülern nicht gerade leicht. Seit Corona immer wieder für geschlossenen Schultore sorgt, steht jedoch fest: Es geht noch schlimmer. Wenn nämlich die Schulen dicht sind, der Stoff aber dennoch abgearbeitet werden muss, ist Homeschooling an der Tagesordnung. Kein leichtes Los für die Schüler, aber eine Aufgabe, die weniger an den Nerven zehrt, wenn das notwendige Equipment vorhanden ist, also PC oder Tablet, bestenfalls noch ein gescheiter Drucker. Da kam eine Mitteilung des Landkreises Neunkirchen Mitte November gerade recht.

„2500 i-Pads wird die Schulverwaltung des Landkreises in diesen Tagen an die weiterführenden Schulen im Kreis verteilen“, hieß es darin. Die Kosten übernimmt zu 90 Prozent der Bund, zu zehn Prozent das Land. Jetzt, im zweiten Lockdown, werden diese Geräte auch dringend benötigt, daher hat die SZ beim Landkreis nachgefragt, ob diese i-Pads bereits bei den Schülern angekommen sind. „Diese Geräte sind von den Schulen an die Schülerinnen und Schüler verteilt worden und können aktuell im Homeschooling eingesetzt werden“, teilt die Pressestelle des Landkreises mit, wenngleich sich viele Schüler noch gedulden müssen. Denn von den 2500 bestellten i-Pads sind bislang erst 1050 beim Kreis eingegangen. „Da die i-Pads deutschlandweit ausverkauft sind, konnten wir aus der Landesreserve beim LPM zusätzlich 300 i-Pads organisieren, die ebenfalls an die Schülerinnen und Schüler ausgeliehen wurden“, so die Begründung. Die restlichen, immerhin 1450 Geräte, sollten „in den kommenden Tagen eintreffen“, hofft man beim Landkreis.

Aber sind die i-Pads auch mit den Programmen ausgestattet, die für digitales Lernen notwendig sind? „Sie sind vorkonfiguriert bestellt und mit gängigen Apps bespielt worden. Zudem konnte jede Schule unterrichtsspezifisch eigene Apps melden, die ebenfalls auf die Geräte aufgespielt wurden“, heißt es weiter. Eine Ergänzung des App-Tableaus sei jederzeit möglich.

Dass man bei dieser Anschaffung im Rahmen des Digitalpakts ausschließlich auf Produkte von Apple setzt, sorgt bei einigen Schulen für Verwunderung. Zudem ist die Verwendung gängiger Programme zur Textverarbeitung und für Videokonferenzen nicht erlaubt. Nach den Vorgaben des Kultusministeriums dürfen etwa Programme wie Zoom und Microsoft Office nicht genutzt werden. Das stellt aber offensichtlich kein Problem dar. „Die Rückmeldungen aus der Praxis zeigen derzeit, dass sich die i-Pads im Gebrauch durchaus bewähren“, teilt der Landkreis mit.

Die Geräte seien mit entsprechenden Alternativ-Apps ausgestattet. Für Videokonferenzen im Unterricht werde etwa die App Cisco Webex Meetings genutzt, auf die man auch in der Verwaltung selbst für diese Zwecke setze. Auch die Sdui-App sei häufig zur Kommunikation zwischen Lehrer, Schülern und auch Eltern im Einsatz. „Zudem wird für den Online-Unterricht vornehmlich auf die Plattformen OnlineSchuleSaarland und Moodle gesetzt, auch die Anton-Lern-App, Geogebra oder Bettermarks sind sehr gefragt“, heißt es abschließend.