1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Ottweiler

Kunst und Kultur in die Schulen bringen

Kunst und Kultur in die Schulen bringen

Schüler aus dem ganzen Saarland zeigten in Ottweiler, was sie bei der „Kreativen Praxis“ in Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden, sei es ein Musikverein, Tänzer oder Künstler, erarbeitet hatten. Das Projekt hat deutschlandweit Anerkennung gefunden. Heute findet der zweite Präsentationstag statt.

Viel Applaus erntete auch die Gruppe von der Gemeinschaftsschule St. Wendel.

Die 13-jährige Lisa-Marie Schöneberger-Maas und die ein Jahr ältere Darja Mosselev, in schicke Kleider geschmissen, loteten schon einmal die Bühne aus und überlegten mit ihren Kolleginnen von der Musical-AG, wie sie sich am besten positionierten. "Wir singen einen Remix von ‘Crazy in Love'‘ von Beyoncé und Auf anderen Wegen' von Andreas Bourani." Wie 146 weitere Schülergruppen (Klassen und AGs) haben sie an dem Projekt "Kreative Praxis" teilgenommen, mit dem das Landesministerium für Bildung und Kultur, die Staatskanzlei des Saarlandes und die Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung bereits zum 13. Mal Kooperationen zwischen Schulen und Kulturschaffenden gefördert haben.

Die Schüler hatten sich beispielsweise einen Musikverein, Chor oder Künstler gesucht und mit ihm zusammen eine bestimmte Anzahl von Unterrichtsstunden absolviert. "Wir haben aber auch noch in unserer Freizeit geübt", erklärte Lisa-Marie. In Stress sei es trotzdem nie ausgeartet: "Wir machen das ja gerne. Und wenn etwas nicht klappt, probieren wir es halt nochmal", so Darja.

Sieben Schülergruppen aus dem gesamten Saarland durften am gestrigen Donnerstag, dem ersten der zwei Präsentationstage in der Ellipse der Landesakademie Ottweiler , zeigen, was sie bei der "Kreativen Praxis" gelernt haben. Während eine Gruppe auf der Bühne stand, durften die anderen zugucken. Somit war der Saal gut gefüllt, die Schüler in ausgelassener Stimmung.

Eva Molter, Projektleiterin bei der Landesakademie, begrüßte die Gäste und moderierte. So bunt wie die "Kreative Praxis" sei auch das Programm, sagte sie und behielt recht: Gesang, Percussion-Stücke, Flötenspiel und sogar Tanzelemente gab es zu hören und zu sehen. Und die Kinder und Jugendlichen hatten offensichtlich eine Menge Spaß. "Eine reife Leistung", bescheinigte ihnen dann auch Ministerialrat Horst Peter Eisenbeis, der die Grüße von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem Chef der Staatskanzlei, Jürgen Lennartz , überbrachte. Die "Kreative Praxis", sagte er, habe deutschlandweit Anerkennung erfahren, vor allem, weil das Projekt so viele Schulen erreiche.

Am heutigen Freitag zeigen 13 weitere Schülergruppen ihre Ergebnisse der Projektarbeit. Sie erwartet der Besuch vom Kultusminister des Saarlandes, Ulrich Commerçon , oder eines Vertreters und sicher ebenso viel Applaus wie die Gruppen des ersten Präsentationstages.