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Ausstellung
Kunst eröffnet neue Sicht auf Ottweiler

Bürgermeister a.d. Hans Heinrich Rödle (3.v.r.), Vorsitzender des Vereins für das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler, freute sich mit Kunstlehrerin Sinah Hölzer (2.v.r.) über das künstlerische Engagement der Klassenstufen 11 und 12 des Gymnasiums Ottweiler.
Bürgermeister a.d. Hans Heinrich Rödle (3.v.r.), Vorsitzender des Vereins für das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler, freute sich mit Kunstlehrerin Sinah Hölzer (2.v.r.) über das künstlerische Engagement der Klassenstufen 11 und 12 des Gymnasiums Ottweiler. FOTO: Andreas Detemple
Ottweiler. Oberstufenschüler des Gymnasiums beschäftigten sich in einem Kunstprojekt mit ihrer Stadt. Von Andreas Detemple

Volles Haus am Sonntagmorgen bei der Eröffnung der Ausstellung „GO art“ im Stadtmuseum in Ottweiler. „Viele Ausstellungen konnten wir im Rahmen des nunmehr über 20-jährigen Bestehens unseres Stadtmuseum bisher präsentieren“, so Bürgermeister a.D. Hans-Heinrich Rödle, Vorsitzender des Vereins für das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler, im Rahmen seiner Eröffnungsrede. „Heute freuen wir uns, etwas ganz Neues zu präsentieren. Junge Menschen präsentieren unsere Stadt, wie sie sie sehen und wie sie sie sich vorstellen. Kunstvoll wurde versucht das Gedächtnis der Stadt mit der Zukunft zu verknüpfen. Dieses Ansinnen ist den jungen Künstlern eindrucksvoll gelungen.“ Rund 25 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen elf und zwölf des Gymnasiums Ottweiler betätigten sich unter Leitung von Kunstlehrerin Sinah Hölzer in drei Themenbereichen künstlerisch selbstständig.


„Unsere Schüler haben die Projekte sehr gut angenommen und waren mit Eifer und vor allen Dingen mit tollen Ideen künstlerisch tätig“, so  Hölzer. Im ersten Themenbereich galt es, Fotografien von Gebäuden, Straßen oder markanten Plätzen mit ergänzenden Zeichnungen neue Blickwinkel auf das Ursprüngliche zu vermitteln. Unterstützung fand sie in diesem Themenbereich durch Kunstlehrer Rafael Wunsch. Die Ergebnisse sind fantasievoll wie zum Beispiel die Foto-/Zeichnungs-Collage ,,Der Fall des Wehrturms“ von Tobias Schmitt. Der junge Künstler hat eine Fotografie des Ottweiler Wahrzeichens in Schräglage gebracht und zeichnerisch mit einem feuerspeienden Drachen versehen. Lena Weber zeigt in ihrer beeindruckenden Collage ,,Des Kobolds goldene Gier“ einen süffisant lächelnden Gnom, der vom fotografierten Ottweiler Handwerkerbaum das Handwerkerzeichen der Dachdecker entwendet.

Im zweiten Projekt galt es unter dem Namen „Lampenfieber“ Lampen zu fertigen. Auch hier zeigen sich verblüffende Ergebnisse wie die tolle Kugelfischlampe von Tobias Haßdenteufel, an deren spitzen Zahnreihen jeder Dentist seine Freude hätte. Großartig auch die Karusselllampe von Tanja Beckin aus Holzscheiben und silbernen Gehängen. „Das war eine schweißtreibende Projektgruppe“, verriet Kunstlehrerin Sinah Hölzer.

Im dritten Themenbereich galt es im Neigungsfach Bildende Kunst unter dem Motto „Robokopf“ zeichnerisch eine Verschmelzung von Mensch und Roboter zu kreieren. Martina Krämer ergänzte so die halbe Gesichtshälfte von Donald Trump mit der halben Gesichtshälfte des „Terminators“ und schaffte so eine völlig neue Betrachtungsweise von Amerikas Präsidenten.Lena Weber dokumentierte in ihrer Zeichencollage gar Katy Perry mit mechanischem Innenleben. „Es sind beeindruckende Exponate“ so Rödle, „und wir sind sehr stolz darauf, diese Kunstwerke in unserem Stadtmuseum zeigen zu dürfen“. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffung von Allison Sydney Spaniol, Marina Thilmany, Katharina Dick und Julius Röhrig.

Die Ausstellung „GO art“ im Ottweiler Stadtmuseum in der Linxweilerstraße 5 in Ottweiler ist jeweils am ersten Sonntag eines Monats von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.