| 00:00 Uhr

Künftige Musikmentoren zeigten ihr Können auf der Bühne

Ottweiler. Die Ausbildung zum Musikmentoren will erstes Rüstzeug vermitteln und junge Menschen dazu befähigen, für andere Verantwortung zu übernehmen. Die Absolventen zeigten jetzt in Ottweiler ein zweistündiges Bühnenprogramm. Marius Blügel

. Beim Abschlussabend der Musikmentoren-Ausbildung 2015 in der Ellipse der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung hat die nächste Generation regionaler Musiker ein buntes Programm aus Tanz, Schauspiel und Musik gezeigt.

Bereits seit 2002 bietet die Landesakademie die Musikmentoren-Ausbildung - bestehend aus insgesamt sechs Wochenendseminaren - an, welche durch die Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Kultur für Musikbegeisterte aus dem ganzen Bundesland erschwinglich ist. Professionelle Betreuung durch eine Vielzahl von Dozenten soll den Jugendlichen "neben kultureller Weiterbildung ein erstes Rüstzeug zur Hand geben, um Verantwortung für andere zu übernehmen", sagte Andrea Becker , Staatssekretärin im Ministerium für Bildung und Kultur, in ihrer Begrüßungsrede.

Mit den vergangenen zwölf Ausbildungsphasen wurde die Musikmentoren-Ausbildung ein wichtiger Bestandteil des Angebotes der Landesakademie und ermöglichte bereits über 270 Absolventen den Abschluss mit Zertifikat. Innerhalb der Wochenendseminare sollen die Mentoren neben der fachlichen Ausbildung in verschiedensten Bereichen - wie Rhetorik, Gehörbildung, Chorpraxis und sogar Tanz - die notwendigen Fähigkeiten erwerben, um selbstständig tätig zu werden. "Die Ausbildung soll die Absolventen befähigen, in der Schule das Lehrpersonal zu unterstützen und auch Gruppen zu leiten. Vielleicht motiviert diese erste Ausbildung einige der Schüler sogar, später einen musikpädagogischen Beruf anzustreben", erläuterte Projektleiterin Eva Molter.

So vielschichtig wie die Ausbildung selbst, präsentierten sich die Absolventen in ihrem knapp zweistündigen Bühnenprogramm. Das erlernte Wissen in der Ensemblepraxis zeigten die Musikmentoren mit Swing- und Blues-Stücken, bei denen besonders die Solisten ihr Können unter Beweis stellten. Auch ohne Instrumente konnten die jungen Musiker mit modernen und klassischen Chorstücken überzeugen. Besonders das komplex arrangierte Medley aus modernen Stücken der Popmusik begeisterte die Zuhörer. Bei dem vorbereiteten Programm in den Bereichen Tanz und Darstellendes Spiel ging es bewusst lustig zu. Besonders die moderne Interpretation von Friedrich Schillers "Die Bürgschaft" mit einer Rap-Einlage erntete viele Lacher.

Percussion als neue Erfahrung


Durch den vielseitigen Lehrplan konnte sicherlich jeder der Absolventen etwas für seine musikalische Zukunft mitnehmen. "Gerade die Rhythmuslehre an den Percussion hat mich interessiert, weil die Instrumente für mich völlig neu waren", erzählt Niklas Wolf (14) aus Göttelborn, der durch einen Hinweis seiner Musiklehrerin an die Landesakademie gekommen ist. Nach dem eigentlichen Programm hieß es für die Teilnehmer, die über der gemeinsamen Ausbildung eng zusammen gewachsen sind, Abschied zu nehmen.