1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Ottweiler

Kreishauskonzert mit Jingjing Zhang im Witwenpalais

Kreishauskonzert mit Jingjing Zhang im Witwenpalais

"Mit meiner Musik drücke ich Gefühle aus, die ich nicht in Worte fassen kann", erklärt Jingjing Zhang. "Musik ist mein Leben!" Schon während ihrer Studienzeit an der Universität Würzburg war Jingjing Zhang eine "Meisterstudentin", lobt Dozentin Inge Rosar ihre ehemalige Schülerin in höchsten Tönen: "Sie verbindet in ihrer Musik Brillanz und Poesie zu einem meisterhaften Gesamtkunstwerk.

Sie spielt nicht nur Klavier, sondern erzählt damit immer auch etwas."

Dabei wird ihr das musikalische Talent schon in die Wiege gelegt. Ihr Vater ist Flötist bei einem bekannten chinesischen Orchester und somit ihre Inspirationsquelle in jungen Jahren. Sie beginnt am Elektroklavier und findet "die Klangfarben des Instruments sofort toll". Später wechselt sie dann zum klassischen Piano und schreibt eine Erfolgsstory, die ihr schnell international Anerkennung einbringt. Unter anderem gewinnt sie 2008 zusammen mit You-Jeong Kim aus Südkorea den "Internationalen Klavierwettbewerb für Duo-Spiel".

Für ihr Kreishauskonzert im Witwenpalais haben Zhang und Rosar gemeinsam ein ungewöhnliches Programm zusammengestellt: "Von ganz feinen Variationen eines Wolfgang Amadeus Mozart " bis hin zu Maurice Ravels "Sonatine Pour Piano", welche dieser damals so komponierte, "dass kein Amateur sie wird spielen können". Sowohl Mozarts als auch in Robert Schumanns Variatonen haben "beide mit dem zu tun, was uns im Leben am wichtigsten ist: Mit der Liebe". Abgerundet wird das Programm von einer melodisch voller Überraschungen steckenden Sonate des russischen Komponisten Sergei Prokofjew sowie Schumanns Davidsbündlertänzen.

Ihr ehemaliger Studienfreund Wenzel Gummer, für das Konzert aus München angereist, sieht ein "sehr transparentes Spiel sowie sauberen Umgang mit Pedalen." Die Stilunterschiede, von der Freiheit bei Schumann bis hin zur Stringenz von Prokofjew konnte sie laut Gummer klar und deutlich differenzieren.

Doch auch der absolute Neuling fühlte sich beim Konzert wohl. Dietmar Lauk aus Merchweiler meint: "Wenn man die Gänsehaut spürt, weiß man, dass es gut ist."