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Baustellen in Ottweiler
Zu Besuch auf Baustellen in Ottweiler

 Am Wingertsweiher wurde eine Freeleticsstation errichtet.
Am Wingertsweiher wurde eine Freeleticsstation errichtet. FOTO: Ralf Hoffmann
Ottweiler. Die Schutzhütte am Betzelhübelturm, die Freeleticsstation und einiges mehr stand auf dem Programm des Bürgermeisters.

(red) Zum Jahresende hat der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer Baustellen in der Stadt besichtigt. Auf einer Rundfahrt mit dabei waren Michael Schmidt, Ortsvorsteher von Ottweiler-Zentral, und Gerhard Schmidt, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt. Das teilt das Rathaus mit. Der Weg führte zum Betzelhübelturm. Dort ließ die Stadtverwaltung von Martin Halm, Firma Crea, eine Schutzhütte errichten. Die Stadt war zudem an den Vor- und Nacharbeiten beteiligt, das Innenministerium des Saarlandes an der Finanzierung. Die Hütte können Wanderer, Spaziergänger oder Radfahrer nutzen. Bürgermeister Holger Schäfer: „Wir werden noch Tische und Bänke aufstellen.“


In der Nähe schloss sich ein Treffen mit Christian Seiwert und Gerd Luxenburger von der Betzelhübel GmbH an. Gegenüber dem Neubaugebiet Betzelhübel erfolgte für den dritten Bauabschnitt und die damit verbundene Versiegelung von Flächen eine naturrechtliche Ausgleichsmaßnahme. Damit sollen Pluspunkte für die Natur erreicht werden. „150 Obstbäume, Äpfel-, Birnen-, Kirschen- und andere Sorten mehr sind dort gepflanzt worden“, berichtete Gerhard Schmidt. Die Anpflanzung erfolgte in geordneten Reihen und so, dass die Zwischenräume vom Landwirt gepflegt werden können. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz war in das Projekt eingebunden.

Am Wingertsweiher wurde eine Freeleticsstation errichtet. Mit diesem Angebot kann unter Einsatz des eigenen Körpergewichts konkret die individuelle Fitness gesteigert werden. Die Idee zielt allgemein darauf, den Gesundheits-, Erholungs- und Tourismusaspekt am Wingertsweiher zu stärken. Mehrere Partner haben für das Projekt zusammengewirkt, so das Rathaus, unter anderem Landaufschwung. Bürgermeister Schäfer sah sich die Station gemeinsam mit Landrat Sören Meng und Ina Klein von der Regionalen Entwicklungsagentur an. „Landaufschwung“ ist ein Modellprojekt des Bundes und wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.



Der Bau, die Instandsetzung und die Unterhaltung von Straßen, Plätzen und Wegen obliegen der Stadtverwaltung Ottweiler, soweit diese der Stadt zuzuordnen sind. Für eine bessere Nutzung des Naherholungsgebiets Wingertsweiher war eine Aufschotterung von Fußwegen erforderlich. Eine Holzbrücke wurde in diesem Bereich abgebaut und durch einen kleinen Damm ersetzt. Das Bauhofteam hatte viel zu tun.

Am Bahnhofsgebäude drehte es sich um die Arbeiten im Innen- und Außenbereich. Gerhard Schmidt: „Die Sprossenfenster sind eingebaut, die Elektroarbeiten sind fast abgeschlossen. Die Sandsteinarbeiten an der Fassade erfolgten. Jetzt geht es um die Heizung, die Sanitärbereiche und den Aufzug im Gebäude.“ Gut voran geht es auch in den beiden Hallen Im Alten Weiher, wo Roman Zeidler vom Büro Anken & Schneider als verantwortlicher Projektleiter berichtete. Auch dort sind die Fenster eingebaut. Das Dach der Sporthalle ist neu eingedeckt, die Fassade verputzt und gestrichen. Die Installationsarbeiten für den Elektro- und Sanitärbereich sind im Gange. In einem nächsten Schritt werden die Arbeiten in der ehemaligen Markthalle in Angriff genommen.

Inzwischen abgeschlossen sind die Ausgleichsmaßnahmen an der Johann-Wichern-Straße. Gerhard Schmidt: „20 Holzbirnenbäume als Hochstämme säumen den Straßenzug. 500 einheimische Gehölze kamen dazu.“ „Der Kanal an der Weth wurde aus Umweltschutzgründen erneuert, um die Gewässergüte der Weth und nachfolgend der Blies zu verbessern“, erklärte Bürgermeister Holger Schäfer. Da das Schmutzwasser zuvor im Kanal in einem Mischsystem befördert wurde – das heißt Regen- und Schmutzwasser wurden in einem Rohr zur Kläranlage geführt – kam es bei Regenereignissen zu einem erhöhten Schmutzwassereintrag in die Weth.

Das ist nun besser: Im Rahmen der Sanierung wurden die Regenüberläufe geschlossen, und der Bestandskanal wurde durch ein größeres Rohr ersetzt, damit das gesamte Schmutzwasser in der Kläranlage behandelt werden kann. Der Baubeginn erfolgte im Sommer 2017, so das Rathaus.