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Im Mai war am meisten los: In Ottweiler macht das Baden Spaß

Im Mai war am meisten los : In Ottweiler macht das Baden Spaß

Es gibt sechs Freibäder im Kreis Neunkirchen. Sie sind beliebte Ausflugsziele für alle Daheimgebliebenen und alle, die nach Feierabend noch ein bisschen Urlaubsfeeling brauchen. Heute: Das Ludwig-Jahn-Bad in Ottweiler.

Das Ottweiler Freibad ist durchaus was für Mutige. Die 60-Meter-Riesenrutsche gehört   zu den ganz besonderen Attraktionen. Aber auch ansonsten hat das Bad alles zu bieten, was das Schwimmer- und Nichtschwimmer-Herz begehrt. Das wissen auch unter anderem die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu schätzen, die die Mittagspause gerne mal für einen solchen erfrischenden Ausflug nutzen. Am Wochenende soll es wieder richtig warm werden - also ist noch ausreichend Ferien- und Sommerzeit übrig, um die Schwimmbad-Freuden zu genießen.

Im Ottweiler Freibad gibt ein Schwimmerbecken mit 25-Meter-Bahn, für die, die mehr oder weniger sportlich ihre Bahnen ziehen wollen. Dann gibt es aber auch noch das Attraktionsbecken. Dort hinein gelangt man auch über die eingangs erwähnte Riesen-Rutsch. Weiterhin kann man sich von Nackenduschen verwöhnen lassen. Es gibt einen Wasserpilz und Bodensprudler sowie Massagebänke. Und für die kleinen Besucher ist die Elefanten-Kinder-Rutsche ins Becken zusätzlicher Spaßfaktor. An die Kleinsten ist auch gedacht. So laden gleich zwei Kinder-Plantschbecken ein: mit Breitrutsche, kleinem Wasserpilz und großer Sonnenschutzmarkise.

Das Freibad ist behindertengerecht ausgestattet. Will sagen: Es gibt neben Behindertenparkplätzen einen ebenerdigen Eingangsbereich, ein Behinderten-WC. Die Rampen zu den Becken und zu den Liegewiesen sind flach. Sosowhl für Nichtschwimmer- als auch Schimmerbecken gibt es Lifter. Die Wassertemperatur betrug am 27. Juli um 10.30 Uhr im Schwimmerbecken 21,5 Grad Celsius und im Nichtschwimmerbecken 22 Grad Celsius.

Erbaut wurde das Ottweiler Freibad vor fast 80 Jahren. Ende der Fünfziger wurde modernisiert. 2001 dann aber war klar: Das Bad ist in die Jahre gekommen. Es wurde   runderneuert. Kosten: Damals 4,5 Millionen Mark, etwa zweieinhalb Millionen Euro. Außer den Schwimm-Attraktionen wurde damals auch das eingeschossige Funktionsgeäbude   neu gebaut, mit warmen Duschen, erwärmt durch Solarkollektoren. Die Solarkollektoren ermöglichen auch eine Erwärmung der Wassertemperatur auf 22, 24 und 28 Grad Celisus. Damals wurden die Becken neu zugeschnitten und ausgestaltet. Im Schwimmerbecken beträgt  die Tiefe 1,80 Meter, im Erlebnisbecken 1,40 bis 0,60 Meter. Das Bad verfügt über einen Quellzufluss.

Dass sich die Sanierung zu beginn des Jahrtausends gelohnt hat, zeigen die Besucherzahlen. In dieser Saison waren bereits rund 23 000 im Ludwig-Jahn-Bad. Stärkster Tag war der 27. Mai mit 3086 Besuchern.

Das Ludwig-Jahn-Bad ist auch bekannt und beliebt für seine besonderen Veranstaltungen, wie  das  Sommer-Event mit Musik oder das Mondscheinschwimmen. Anziehungspunkt ist traditionell das 24-Stunden-Schwimmen. Das findet in diesem Jahr wieder am Samstag, 5. August, statt.

Geöffnet ist das Bad täglich von 10 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 20.30 Uhr. Karten kosten für Erwachsene 3,80 Euro, 38 Euro (Zwölfer-Karte) oder 65 Euro (Saisonkarte). Das Abendticket (gültig Montag, Mittwoch, Freitag ab 17.30 Uhr und Donnerstag ab 19.30 Uhr) kostet 2,50 Euro. Kinder unter zehn Jahren zahlen 1,20 Euro, zwölf Euro, 25 Euro; Jugendliche ab zehn bis 16 Jahren 1,80 Euro, 18 Euro, 35 Euro, Jugendliche ab 16, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Bundesfreiwillige und Wehrdienstleistende zahlen 2,50, 25 beziehungsweise 45 Euro. Einen Schwimmkurs   kann man für 50 Euro belegen.