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In der Ottweiler Altstadt weihnachtet es

In der Ottweiler Altstadt weihnachtet es

Traditionell lud die Stadt Ottweiler am ersten Adventswochenende zum Weihnachtsmarkt. Die Besucher spazierten warm eingepackt an weihnachtlichen Buden und Ständen vorbei – mit einem Heißgetränk in der Hand.

Am Wochenende hat es in der Ottweiler Altstadt bereits geweihnachtet. Zahlreiche Besucher schlenderten dort drei Tage lang über den Weihnachtsmarkt. Erstmals organisierten Gerrit Oestreich und Annabelle Sticher von der Tourist-Info Ottweiler die Veranstaltung; die beiden lösten die jahrelange Organisatorin Monika Welter, Mitarbeiterin der Stadt Ottweiler , ab. "Wir wollten die komplette Altstadtkulisse in den Markt integrieren", sagte Oestreich, Leiter der Tourist-Info. Deshalb reihten sich die weihnachtlichen Buden und Stände komplett um die Ringbebauung der Altstadt - ein Blick auf die Fachwerkhäuser und den Wehrturm inklusive.

Den Wehrturm gab es am Wochenende gleich zwei Mal in der Stadt zu bestaunen: Neben der festlich geschmückten Bühne auf dem Schlossplatz ragte eine Miniatur-Nachbildung empor. Zahlreiche Künstler sorgten auf der Bühne von Freitag bis Sonntag für Stimmung. Das Duo Tom und Jerry, die Gruppe Renaissance Fair oder die Drachenfelser Musikanten griffen über das Wochenende verteilt zu ihren Instrumenten. Ebenfalls musikalisch zeigte sich die Grundschule Lehbesch, die seit mehreren Jahren Stammgast auf dem Weihnachtsmarkt Ottweiler ist. Die Viertklässler sowie die Blockflötengruppe präsentierten am Samstagnachmittag bekannte Weihnachtslieder und begeisterten die stolzen Eltern mit der Weihnachtsgeschichte in Saarländisch (Ludwig Harig ). Weil die Organisatoren jenseits der Bühne alle Ecken des Weihnachtsmarkts bespielen wollten, spazierte "Singing Santa", ein singender Weihnachtsmann, über den Markt und eine Feuershow sorgte - genau wie heiße Getränke - für warme Momente. Die Marktbesucher konnten ihre Hände zudem an einer der 20 großen Kerzen aufwärmen, die zugleich als Wegweiser dienten.

Verkäuferin Anja Berg aus Saarbrücken, deren Mistelzweige und Adventskränze Jung und Alt kauften, freute sich, "dass in Zeiten des Kommerzes Traditionen wie der Mistelzweig nicht verschwinden".