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im Schulmuseum Ottweiler werden Grimms Märchen mit Videoclip und Powerpoint ergänzt

Schulmuseum Ottweiler : IT-Medien illustrieren Grimms Märchen

Schulmuseum Ottweiler - Grimms Märchen mit Videoclip und Powerpoint ergänzt

Wie es gelingen kann, Kinder und Erwachsene im Jahre 2019 für Märchen und Sagen zu interessieren, das hat Eberhard Michael Iba im Saarländischen Schulmuseum gezeigt. Zunächst stimmte der Autor im historischen Klassensaal des Saarländischen Schulmuseums (Ottweiler) mit einem zeitgenössischen Videoclip auf die deutsche Märchenstraße ein, so die Mitteilung des Rathauses weiter, auch wenn die museale Stätte selbst in der Art der 40er und 50er Jahre des letzten Jahrhunderts eingerichtet ist. Die touristisch entwickelte Märchenstraße führt vom hessischen Hanau bis ins norddeutsche Bremen, und dazu war ein Bilderreigen aus dem Laptop mit musikalischer Untermalung zu erleben. Das traf das Interesse der Besucher. Passenderweise hatte Eberhard Michael Iba zuvor jedem einen bunten Streckenplan der Märchenstraße ausgehändigt, so dass der Streckenverlauf einfach nachvollzogen werden konnte und ein bleibender Eindruck nicht ausblieb.

Schließlich trug der Gast aus Saarbrücken die beiden Märchen „König Drosselbart“ und „Der goldene Vogel“ aus der Sammlung der Brüder Grimm vor. Brüder Grimm nannten sich die Sprachwissenschaftler und Volkskundler Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) im Zusammenhang mit gemeinsamen Veröffentlichungen, wie zum Beispiel der ihrer weltberühmten Kinder- und Hausmärchen und dem Deutschen Wörterbuch, das sie begannen. Die Brüder gelten unter anderem als „Gründungsväter“ der Germanistik. Ebenfalls verbreitet ist die Bezeichnung Gebrüder Grimm. Unter der Bezeichnung als Gebrüder haben sie selbst jedoch nie publiziert.

Mit einer weiteren Bilderfolge von der Märchenstraße in Form einer Powerpoint-Präsentation klang die zweistündige Veranstaltung aus. Klaus Toedter, der seit Jahren ehrenamtlich im Schulmuseum Klassen und Gruppen führt und die Bildungsarbeit des anerkannten außerschulischen Lernortes ergänzend unterstützt, meinte nach der Veranstaltung: „Ich freue mich darüber, dass die Veranstaltung so gut besucht war und auch darüber, dass es gelang, auch für uns Erwachsene wieder einen Zugang zu der Märchenwelt zu ermöglichen.“