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Haushalt bietet nicht viel Spielraum

Haushalt bietet nicht viel Spielraum

Große Sprünge kann man auch in Steinbach nicht machen, zu groß sind die Sparzwänge. Dennoch gab der Ortsrat einhellig seine Zustimmung zum Haushalt. Weiterhin ging es um notwendige Maßnahmen am Friedhof und an der Grundschule.

. Sparen ist und bleibt die oberste Prämisse städtischen Haushaltens. Was auch in Steinbach spürbar ist: So werden dieses Jahr außer den regulären Zuwendungen etwa für Straßen- und Sportstättenunterhaltung, Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude oder Schülerbeförderung kaum Mittel in den höchsten Ottweiler Stadtteil fließen. Das erläuterte Sebastian Konrad vom Amt für Finanzverwaltung bei der Sitzung im Feuerwehrgerätehaus. Trotzdem zeigte sich Sitzungsleiter Jörg Herrmann (CDU ) zufrieden: "Wir können uns nicht beschweren", meinte der stellvertretende Ortsvorsteher. Was die Ratsmitglieder ähnlich sahen, gaben sie doch einstimmig ihr Votum für den Haushalt.

Entfernt worden war im letzten Jahr der defekte Jägerzaun zwischen der Leichenhalle und dem neuen Teil des Friedhofes. Wie bereits bekannt, soll die Zufahrt von der Friedensstraße auf den Friedhof durch ein neues, zweiflügeliges Tor ersetzt werden. "Damit ist der gesamte Friedhofsbereich eingefriedet, wodurch die Fläche zwischen altem und neuem Teil beispielsweise für Baumbestattungen genutzt werden kann", erklärte Stefan Schmidt, Leiter des Amtes für Bauverwaltung und Immobilienmanagement .

Pflanzen statt Zaun

Die SPD-Fraktion wies darauf hin, dass im neuen Abschnitt die Hecke zur Friedensstraße hin nicht überall dicht sei. Statt einer neuen, kostenintensiven Einzäunung könnte man dort eher zusätzliche Pflanzungen in den Lücken vornehmen, so Schmidt. Dem Vorschlag folgte der Ortsrat einstimmig.

Nicht saniert werden kann der Treppenaufgang linkerhand des Sportheims. "Der Unterbau ist zu marode", informierte Schmidt. Weshalb es mit dem Überziehen eines Kunststoffbelags, wie es bei der rechten Treppe im Frühjahr ausgereicht hatte, nicht getan wäre. "Da muss jetzt ein richtiges Sanierungskonzept her" samt Finanzierung. Die arg lädierte Zufahrt zum Lauftreff wird seitens der Firma ABO Wind als Hauptverursacher der Schäden instand gesetzt. Wie Hermann mitteilte, will sie die Schlaglöcher schottern.

Mehr Licht an der Schule

Nach wie vor Handlungsbedarf sieht die SDP bei der Beleuchtung der ehemaligen Grundschule. Anders als von der Verwaltung dargestellt, genügen die Straßenlaternen keineswegs. "Wenn im Gebäude kein Licht brennt, ist es hinten auf dem Hof stockfinster", betonte Astrid Scheidhauer. Dort, am Haupteingang zum Heimatmuseum, sei bereits ein Besucher "die Treppe hoch gefallen".

Fraktionskollege Hans-Jürgen Fritz monierte die neue Bushaltestelle an der Hanauer Mühle: "Die bietet keinen Wetterschutz." Dass für so wenig Komfort so viel Bauzeit gebraucht worden war, sei lachhaft.

Nach langer, krankheitsbedingter Abwesenheit hatte Ortsvorsteher Frank Heckmann erstmals wieder an einer Ortsratssitzung teilgenommen. Er nutzte die Chance, um sich für die kompetente Vertretung durch Herrmann sowie alle Genesungswünsche zu bedanken.