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Nicht nur das Studium macht glücklich
Dem Handwerk den goldenen Boden ebnen

Ulrich Thalhofer (von links), Landrat Sören Meng und Bürgermeister Holger Schäfer hießen die Gäste willkommen.
Ulrich Thalhofer (von links), Landrat Sören Meng und Bürgermeister Holger Schäfer hießen die Gäste willkommen. FOTO: Ralf Hoffmann
Ottweiler. In der mittelalterlichen Mechthildiskapelle unter der evangelischen Kirche in Ottweiler standen Handwerksbetriebe im Fokus. red

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Neunkirchen, das Umweltzentrum der Handwerkskammer und die Stadt Ottweiler luden zu einer Veranstaltung ein, die unter dem Motto stand „Hände hoch fürs Handwerk“. Landrat Sören  Meng betonte: „Die Kampagne ist ein wichtiger Baustein, um das Handwerk in unserer Region zu stärken. Denn wir möchten unseren Landkreis im Bereich der Fachkräftesicherung und auch hinsichtlich der Energieeffizienz zukunftsfähig aufstellen. Dabei ist es wichtig, dass auch in Zukunft genügend Handwerksbetriebe ihren Standort in unserem Landkreis haben. Denn Handwerksbetriebe sind Garant für Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Dies ist auch angesichts des demografischen Wandels von Bedeutung.“ Anhand von anschaulichen Beispielen sollten dabei nun die Rolle und Funktion des Handwerks im Herzen der Stadt aufgezeigt werden. Bürgermeister Holger Schäfer ging während des Rundgangs auf den nicht unerheblichen Kapitalfluss ein, den öffentliche und private Investitionen auslösen.


Den Ausgangspunkt für den ereignisreichen Abend bildete eine Zusammenkunft in der mittelalterlichen Mechthildiskapelle unter der evangelischen Kirche. Im Gewölbe hießen Landrat Sören Meng, Hans-Ulrich Thalhofer vom Umweltzentrum der Handwerkskammer, Klaus Häusler von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Neunkirchen und Bürgermeister Schäfer gemeinsam zahlreiche Interessierte willkommen. Der Bürgermeister und der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt, Gerhard Schmidt, erläuterten anhand von großformatigen Fotos den Baufortschritt am Bahnhofsgebäude, das die Stadt erwarb und zukünftig für verschiedene öffentliche Zwecke nutzen lassen will.

Ein Rundgang unter der Leitung von Willi Wälder in seiner historischen Rolle als Nachtwächter führte schließlich entlang weiterer erfolgter oder abgeschlossener Investitionen der Altstadt. Eine Station bildete dabei das Alte Rathaus am Rathausplatz, dessen Sanierung die Stadt ebenfalls angehen wird. Auch dort gaben Bürgermeister und Amtsleiter aktuelle Informationen. Dr.  Peter Häckelmann, Eigentümer  des Anwesens Rathausplatz 14, berichtete zudem, wie er Schritt für Schritt und im Sinne des Denkmalschutzes ein historisches Haus in Zusammenarbeit mit dem Handwerk sanierte. Der Steinmetz Markus Glöckner gab an den Außenmauern der evangelischen Kirche ein Einblick zum Thema Sandsteinsanierung.



Schließlich rundete die Besteigung des früheren Bergfrieds, der kurz nach 1400 errichtet wurde und als Kirchturm dient, den Rundgang durch die Altstadt ab. Hierbei gab es nochmals Informationen über den Turm und die Turmsanierung im Jahre 2007/2008.