Grundschulen in der Stadt Ottweiler: Einschulungszahlen bleiben zunächst niedrig

Abc-Schützen in Ottweiler : 93 junge Menschen wollen das Abc lernen

Ottweiler hat zwei Grundschulen: Lehbesch und Neumünster. Fünf erste Klassen starten nach den Ferien.

Der demographische Wandel sorgt in den vergangenen Jahren für viel Kopfzerbrechen in der Kommunalpolitik. Eine älter werdende Gesellschaft und parallel dazu zurückgehende Geburtenzahlen haben deutliche Auswirkungen auf das Gemeinwesen. Mit der verstärkten Zuwanderung aus anderen Ländern scheint sich die Situation zu entspannen. Das zeigt sich unter anderem an den Einschulungszahlen und ihrer Prognose für die kommenden Jahre. Nach Angaben des Kultusministeriums werden im Landkreis Neunkirchen für das vor der Tür stehende Schuljahr 2019/2020 um die 1000 Jungen und Mädchen für die ersten Klassen erwartet (die SZ berichtete). Mit Blick auf die jüngere Vergangenheit – in den zurückliegenden vier Jahren lag die Zahl zwischen 963 und 1031 – ist die Flughöhe im gleichen Korridor. Die Prognose für die kommenden Jahre sieht einen Anstieg und geht für das Schuljahr 23/24 von insgesamt über 1100 Neulingen im Kreis aus. Dieser Trend gilt zumindest für das Prognoseschuljahr 23/24 auch für Ottweiler (dann 107 erwartete Einschulungen). Bis dahin sieht das Ministerium allerdings noch ein Tal, das zu durchwandern ist: Die Zahlen sinken demnach zuvor bis auf den Tiefststand von 82 Dreikäsehoch, die sich auf den Weg ins Schulleben machen werden. Ottweiler profitiert als zweite Stadt im Kreis vom Zuwachs längst nicht so wie etwa Neunkirchen, das natürlich auch einen deutlich höheren Ausländeranteil hat.

Für das neue Schuljahr hatte das Ministerium mit insgesamt 100 Abc-Schützen in Ottweiler gerechnet. Die Stadt präzisiert mit den aktuellsten Zahlen auf 93 Jungen und Mädchen. Davon werden 55 die Lehbesch-Schule besuchen und dort drei Klassen bilden.

38 Kinder entfallen auf die Grundschule Neumünster, das bedeutet zwei Klassen. Im Vergleich unter den sieben Städten und Gemeinden im Kreis hat Ottweiler entsprechend seiner Einwohnerstärke die drittgeringste Einschulungszahl. Eppelborn, Illingen, Schiffweiler und insbesondere Neunkirchen begrüßen mehr Erstklässler in ihren Schulen, Merchweiler und Spiesen-Elversberg weniger.

Während die Schule Neumünster im Laufe der Ferienzeit keine Handwerker gesehen hat, gab es in der Lehbesch-Grundschule kleinere Arbeiten zu erledigen. Bauamtsleiter Gerhard Schmidt erläutert, rund 50 Gitterroste um die Schule sind neu befestigt. Bei ihnen bestand das Risiko, dass sie verrutschen. Daneben wurde ein Wasserboiler mit einem Schlüsselschalter ausgestattet, damit nicht die falschen Hände das Aufheizen aktivieren. Und die drei Klassensäle für die Neulinge haben dort, wo es nötig war, frische Farbe bekommen. Alles in allem kleinere Reparaturen, die noch nicht abgerechnet sind, aber keine allzu großen Kosten verursachen. Im kommenden Jahr stehen dann große Sanierungen an den Ottweiler Schulstandorten an. In Lehbesch investiert das Rathaus 1,2 Millionen Euro. Dafür wird das Dach erneuert und bekommt eine Dämmung, Handwerker werden eine neue Heizung einbauen und die Trinkwasserversorgung erneuern. Daneben geht die Stadt die Toiletten an und investiert in den Brandschutz. In die Schule Neumüster fließen nach Schmidts Worten rund 460 000 Euro. Brandschutz, Lärmschutz und Fenster stehen auf dem Programm.

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