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Glockenturm von Fürth bleibt vorerst geschlossen

Sanierung sehr aufwändig : Furpacher Glockenturm bleibt vorerst geschlossen

Vom Ergebnis der statischen Untersuchungen hängt das weitere Vorgehen an dem bauwerk von 1958 ab.

Auf das gewohnte Läuten der Glocken müssen die Gläubigen der Pfarrei St. Josef- St. Johannes in Furpach zur Zeit verzichten. Aus Sicherheitsgründen wurde der Glockenturm der katholischen Kirche St. Josef in der Karcherstraße geschlossen, die Gottesdienste finden aber wie gewohnt statt.

Wie oder ob es überhaupt mit der Sanierung des Glockenturms weiter geht, steht momentan noch nicht fest, antwortete Jochen Gabriel, Pfarrer i. R. und Pfarrverwalter, auf eine Anfrage der Saarbrücker Zeitung. Ursprünglich seien die Sanierungskosten mit 150 000 Euro veranschlagt worden, die das Bistum Trier teilweise übernommen hätte. Doch mittlerweile sei nicht mehr sicher, ob diese Summe für die Sanierung des Glockenturms ausreiche, so dass auch andere Möglichkeiten wie beispielsweise eine Kürzung des Turms in Betracht gezogen würden. Nur der obere Teil des Turms ist nach Gabriels Worten von den Schäden betroffen. Der 1958 erbaute Turm ist bis zum Glockenstuhl gemauert, im obersten Teil wurden Beton-Querstreben verwandt.

„Im Oktober haben wir festgestellt, dass sich im obersten Teil des Glockenturms Teile gelöst haben, Risse und freie Metallteile sichtbar waren“, erzählt Gabriel. Mit Beginn der Bauarbeiten habe sich gezeigt, dass die Sanierung wohl aufwändiger werden würde als ursprünglich angenommen. Auch die Leiter im Glockenturm müsse erneuert werden.

Vom Ergebnis der statischen Untersuchungen hängt laut Gabriel das weitere Vorgehen ab. Bohrungen sollten zeigen, wie druckfest der Beton am Glockenturm sei. Wann mit diesen Untersuchungsergebnissen zu rechnen sei, könne er allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.