Gemeinsam gegen die Suchtgefahr

Ottweiler. Zu einer letzten Besprechung vor dem Start trafen sich am Donnerstag Herta Persch und Marga Diesel von der Anton-Hansen-Schule mit Heike Völzing, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Ottweiler. Sie ist Ansprechpartnerin und Koordinatorin für alle Arbeitskreise im Bündnis für Familien

Ottweiler. Zu einer letzten Besprechung vor dem Start trafen sich am Donnerstag Herta Persch und Marga Diesel von der Anton-Hansen-Schule mit Heike Völzing, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Ottweiler. Sie ist Ansprechpartnerin und Koordinatorin für alle Arbeitskreise im Bündnis für Familien.Wer hatte die Idee zu dieser Woche der Suchtprävention?Herta Persch: Projekte zur Suchtprävention gibt es an unserer Schule, aber auch an den übrigen Schulen und Kindergärten schon länger. Doch bisher hat jeder für sich gearbeitet. Und da Vertreter aus den verschiedenen Schulen im Arbeitskreis mitarbeiten, kam schließlich der Wunsch auf, einmal eine gemeinsame Aktion zu dem Thema zu starten. Dabei läuft nicht nur ein Programm an den Standorten gleichzeitig, wir besuchen uns auch gegenseitig und wollen hier das Miteinander weiter fördern.Wie läuft die Finanzierung?Heike Völzing: Die Referenten aus den eigenen Reihen, aber auch von anderen Organisationen, wie von der Brigg engagieren sich ehrenamtlich für diese Veranstaltungen. So fallen hier keine Kosten an und die lediglich kleinen Sachkosten werden von der Verwaltung übernommen.An wen richtet sich die Woche?Persch: Die Woche spricht sowohl die Jüngsten im Kindergartenbereich an als auch die älteren Jungen und Mädchen, die bereits in den weiterführenden Schulen sind und im Beginn der Pubertät vielleicht schon erste Erfahrungen gesammelt haben. Wir wollen zum einen aufklären, aber, und das ist uns allen viel wichtiger, wir wollen die Kinder stark machen, dass sie gar nicht erst in die Gefährdung einer Sucht kommen.Welche Themen erwarten die Kinder und Jugendlichen?Persch: Den Kleinsten werden vor allem Bewegungsangebote gemacht. So ist im Kinderhaus Clara Fey die ganze Woche ein Bewegungsparcours aufgebaut. Den Grundschülern soll vermittelt werden, dass es auch andere Spiele als die am PC gibt. Und die Älteren wollen wir über Süchte informieren, wobei die harten Drogen, an die man oft zuerst denkt, weniger eine Rolle spielen als etwa Alkohol, Nikotin oder auch Essstörungen.Was wünschen sie sich von der Veranstaltung, aber auch allgemein von den Verantwortlichen?Marga Diesel: Zunächst einmal wünsche ich mir, dass alle Erwachsenen endlich ihre Vorbildfunktion ernst nehmen. Dann würde ich mir auch wünschen, dass sich gerade die Eltern viel stärker mit den Themen auseinandersetzen, sich den Gefahren bewusst werden und somit ebenfalls stark gemacht werden, damit Süchte erst gar nicht entstehen.

HintergrundBeginn der Suchtpräventionswoche ist am Montag, 19. Januar. Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche gibt es im Kinderhaus Clara Fey, in der Kita Lehbesch, in den Grundschulen Lehbesch und Neumünster. Weiterhin am Gymnasium Ottweiler sowie an der Erweiterten Realschule Ottweiler. Themen wie Essstörungen, Alkohol im Straßenverkehr, Rauchen oder Drogensucht werden von Referenten in den Gruppen und Klassen aufgearbeitet. Geplant sind auch gegenseitige Besuche in den Bildungseinrichtungen. Daneben wird für alle interessierten Eltern am Montagabend, 19 Uhr, in der Aula des Gymnasiums einen Vortrag zum Thema "Computerspiele - Faszination und Risiken" angeboten. cim