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Gemeinsam anpacken beim Winterdienst

Gemeinsam anpacken beim Winterdienst

Der Bauhof der Stadt Ottweiler kümmert sich um freie Straßen und Wege. Aber auch die Anwohner sind gefordert, je nach Bedarf vor ihrer eigenen Haustür zu kehren, zu streuen oder zu schippen.

. Schnee, Glatteis und überfrierende Nässe gehören zum Winter. Beeinträchtigungen bleiben nicht aus. Solchen Wetterereignissen kann nur gemeinsam begegnet werden, im Miteinander der Stadt und ihrer Bürgerschaft, so heißt es jetzt in einer Pressemitteilung aus dem Ottweiler Rathaus.

Die Stadtverwaltung setzt den Bauhof im öffentlichen Auftrag ein und gewährleistet so die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen innerhalb der gesetzlichen Verpflichtungen. Aber auch der einzelne Bürger packt kräftig an. Die Aufgaben der Bürger sind dabei durch eine Satzung festgelegt. Demnach ist man in Ottweiler zur Reinigung (Säubern, Schneeräumen und Bestreuen) der innerhalb der geschlossenen Ortschaft gelegenen Gehwege, Straßenhälften und Grundstücke angehalten, dies gilt auch für unbebaute Grundstücke . Die Straßenreinigungspflicht teilen sich die beiderseitigen Anlieger dem Grunde nach bis zur Mitte der Straße. Von der Reinigungspflicht auf der Straße ausgenommen sind die Anlieger stark befahrener Straßenhälften. Näheres dazu findet man in der entsprechenden Anlage zur Straßenreinigungssatzung. Bei Schneefall sind die Gehwege von 7 bis 20 Uhr in einer Breite von mindestens einem Meter von Schnee und Eis freizuhalten. Bei Straßen und Plätzen ohne Gehwege ist ebenfalls eine Breite von einem Meter Gehbahn für Fußgänger freizuhalten. Schnee und Eis soll grundsätzlich weggeschafft werden, kann aber vorläufig entlang der Bordsteinkante aufgehäuft werden.

Besondere Aufmerksamkeit ist den Zugängen zu den Wasserhydranten zu widmen, um in einem Brandfall Hilfe zu gewährleisten, so heißt es weiter. Über 5000 Arbeitsstunden werden pro Wintersaison vom Bauhof geleistet. Über 350 Kilometer Wegstrecke werden vom Bauhof bei Bedarf zwei Mal täglich von Schnee und Eis befreit. Hinzu kommen etliche Meter Treppen, Wege und Plätze. Der Bauhof ist auf die kalte Jahreszeit gut vorbereitet: Personaldienstpläne sind bewährt. Streumaterial in Form von Salzlaugen, Salz und Split ist vorhanden. Maschinen und Fahrzeuge stehen parat. Der Leiter des Bauhofes, Conrad Reinshagen, erklärt: "Bereits morgens um 5 Uhr nimmt das Bauhofteam im Bedarfsfall seine Arbeit auf, und je nach Wetterlage ist ein Einsatz von 13, 14, 15 Stunden erforderlich." 14 Männer sind immer in Bereitschaft. Drei Fahrzeuge mit Räumschildern sind im Dauerbetrieb.

Geräumt wird nach einem Prioritätenplan nach der Verkehrsbedeutung der Straßen - zuerst die Straßen zum Krankenhaus, zu Altenheimen, zur Feuerwehr, zu Schulen und Kindergärten, die Straßen mit Buslinienverkehr, schließlich gefährliche Steigungen oder Gefällstrecken, Hauptstraßen, Anlieferstraßen, Sackgassen und Bauernhöfe. Ein besonderes Augenmerk hat das Bauhofteam der Stadt auf gefährliche Kurven oder Strecken mit Gefälle und Steigungen. Innerhalb der Stadt und der Stadtteile sind an 35 besonders gefährlichen Stellen Salzkisten aufgestellt, die ständig vom Bauhofteam befüllt werden. Dort können sich die Bürger bedienen, um Wege, Plätze und Straßen sicherer zu machen.