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Eltern protestieren gegen eingeschränkte Spielplatz-Nutzung

Eltern protestieren gegen eingeschränkte Spielplatz-Nutzung

. Die zeitlich begrenzte Nutzungsmöglichkeit des Lautenbacher Spielplatzes führte in der Ortsratssitzung am Dienstagabend (wir berichteten) zu einer lebhaften Aussprache und Protesten von Eltern und Großeltern in der Einwohnerfragestunde. Anlass ist eine Neuregelung der Stadtverwaltung, wonach der Spielplatze bis 17 Uhr dem Kindergarten in Lautenbach vorbehalten bleibt und er erst danach für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Als Wortführer der Betroffenen übte Hans-Dieter Bentz massive Kritik. Er warf dem Ortsrat Untätigkeit vor und unterstellte der Stadt, fadenscheinige Gründe vorzuschieben. Er werde sich mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass der Kinderspielplatz weiterhin öffentlich bleibt, versicherte Bentz.

Ortsvorsteher Rainer Rosenfeldt wies die Vorwürfe zurück und verwies auf eine Unterredung zwischen Bürgermeister Holger Schäfer und den Verantwortlichen des Lautenbacher Kindergartens. "Das größte Problem sind versicherungsrechtliche Gründe, über die sich die Stadt Ottweiler nicht hinwegsetzen kann", erklärte Rosenfeldt. Verwaltung und Kindergartenleitung seien aber an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. Bis zu einer endgültigen Regelung, in die auch das Landesjugendamt einbezogen werden muss, soll der Lautenbacher Spielplatz unter bestimmten Auflagen zunächst wieder ab 13 Uhr für alle Kinder zugänglich sein. Hierzu gehören die Nutzung auf eigene Verantwortung und der Haftungsausschluss der Stadt. SPD-Sprecher Armin Sontag erinnerte daran, dass der Spielplatz in den 1990er Jahren ursprünglich für alle Kinder gebaut wurde und nur ein Teil für den Kindergarten abgetrennt war. Weitere Gespräche sollen folgen.